Machu Picchu Travel - BG

Argentinien
Argentinien hat 40,7 Millionen Einwohner (2008). Rund 90 Prozent der Bevölkerung sind Weiße, vor allem europäischer Abkunft. Zahlenmäßig fallen besonders Argentinier italienischer Herkunft (36 Prozent) und spanischer Herkunft (29 Prozent) ins Gewicht. Rund 500.000 Argentinier sind deutscher Abstammung. Im Gegensatz zu den meisten lateinamerikanischen Ländern leben in Argentinien wenige Mestizen (Mischlinge zwischen Weißen und Indianern), obwohl ihre Zahl in letzter Zeit zugenommen hat (etwa 5 Prozent der Bevölkerung). Insgesamt leben rund 90 Prozent der Gesamtbevölkerung in städtischen Gebieten.

Allgemein gilt: Ein großer Unterschied zu den meisten Europäer ist, dass der Argentinier stets bestrebt ist, nett und freundlich zu seinen Mitmenschen zu bleiben, selbst wenn diese ihn eigentlich nicht weiter interessieren müssten. Argentinier sind auf ihre eigene Art und Weise sehr stolz, ohne jedoch arrogant oder hochnäsig zu werden.

Gastfreundschaft wird in Argentinien ebenfalls noch groß geschrieben. Die Gastfreundschaft der Argentinier kann einem als Europäer nahezu unglaublich vorkommen und der Argentinier selbst mag sich noch nicht einmal etwas dabei denken.

So kann man als Ausländer in einer Kneipe durchaus einfach mal von jemandem zum asado eingeladen werden und wundert sich dann, wenn der Betreffende sich am nächsten Tag nicht mehr an seinen Namen erinnert. Das kann bei Ausländern leicht als Oberflächlichkeit missverstanden werden, gehört jedoch zur argentinischen Kultur und trägt ausserdem zu einer angenehmen Gesprächsatmosphäre bei. Deshalb sollte man auch nicht alles glauben, was einem erzählt wird.

Im ganzen Land gilt, wie in vielen anderen südamerikanischen Länder auch, immer noch streng das "Ladies First". Es ist in Bussen, U-Bahnen usw. üblich, insbesondere älteren Frauen den Platz anzubieten. Frauen werden in Schlangen auch oft von den Männern vorgelassen.

Bildung

Es besteht eine Schulpflicht von 10 Jahren, die Grundschulbildung ist kostenlos. Der Alphabetisierungsgrad liegt bei etwa 97,2 Prozent (2005), womit Argentinien an vorderster Stelle innerhalb von Lateinamerika rangiert. Argentinien besitzt weit über 20 staatliche Universitäten und fast genauso viele private.

1995 wurde das Schulsystem Argentiniens reformiert: die ersten neun Schuljahre werden seitdem als EGB (Educación General Básica) bezeichnet, die in mehrere Richtungen aufgeteilte, weiterführende Schule stattdessen als 'Polimodal'. Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Schulabschlüssen (naturwissenschaftlich, sozialwissenschaftlich, technisch und wirtschaftlich orientiert), einige sind berufsbefähigende Techniker-Titel. Die Regierung Kirchner hatte die Förderung der technischen Schulen von 5 auf 15 Millionen Pesos erhöht und sah für 2006 weitere drastische Erhöhungen vor. Mit dieser Förderung versucht man die erheblichen Schwierigkeiten argentinischer Unternehmen, technisch qualifiziertes Personal zu rekrutieren, zu beheben.

Die staatliche Förderung des Bildungssektors beträgt bisher 4,3 % vom BSP und soll bis 2010 auf 6 % erhöht werden.

Dieses System wird mit geringen Abweichungen in fast allen argentinischen Provinzen eingeführt; die Bezeichnungen variieren jedoch, so heißt beispielsweise in der Provinz Córdoba der EGB CBU (Ciclo Básico Unitario).

Alleinige Amtssprache in Argentinien ist Spanisch. Es existieren zwar eine Reihe anderer mehr oder weniger bedeutende Minderheitensprachen jedoch gibt es über den Verbreitungsgrad kaum oder keine Informationen. Quechua, Mapudungun und Guaraní wird vereinzelt gesprochen wird jedoch je nach Quelle als nicht weiter relevant angesehen. Das argentinische Spanisch hat einen außergewöhnlichen Akzent, der auf den Einfluss der zahlreichen italienischen Einwanderer zurückzuführen ist. Außerdem enthält das Argentinische Redewendungen und Ausdrücke, die in anderen spanischsprachigen Ländern nicht verwendet werden.

88% der Argentinier bekennen sich zum katholischen Glauben. Als praktizierende Katholiken sehen sich zwischen 66% und 75% der Bevölkerung. Weitere 12% der Argentinier bekennen sich zum evangelischen Glauben, 12% sind Agnostiker. Rund 5 % sind Atheisten, 1,5% Muslime und rund 1% jüdischen Glaubens.

Weit verbreitet sind auch verschiedene religiöse Kulte, so z.B. die der „Difunta Correa“ (Verstorbene Correa), Mutter Maria, „Pancho Sierra“ und „Gauchito Gil“ oder „Ceferino Namuncurá“.
Argentinien liegt im südlichen Teil Südamerikas, somit auf der südlichen Hemisphäre unseres Planeten. Das Land grenzt im Norden an Bolivien und Paraguay, im Osten an Brasilien, Uruguay und den Atlantischen Ozean, im Süden an den Atlantischen Ozean und im Westen an Chile. Argentinien hat eine Ausdehnung von fast 3,8 Millionen Quadratkilometern. Davon liegen 2,8 auf dem Kontinent und der Rest im antarktischen Gebiet. In der Länge erstreckt es sich über 3800 km zwischen dem 22. und 55. Breitengrad. Die Atlantikküste hat eine Länge von 5117 km.

Entfernung:
Entfernung Frankfurt - Buenos Aires: 11.513 km

Zeitdifferenz MEZ: - 3
Zeitdifferenz MESZ: - 4

3.2 Regionen

Argentinien kann man grob in 7 Großregionen einteilen.

Die Pampa ist das wirtschaftliche Kernland Argentiniens und liegt im zentralen Osten des Landes. Es wird vor allem landwirtschaftlich genutzt, insbesondere zur Viehzucht. Die Pampa umfasst die Provinz Buenos Aires, die Provinz La Pampa und den Süden der Provinz Santa Fe und der Provinz Córdoba.

Mesopotamia, Mesopotamien umfasst die Provinz Entre Ríos, die Provinz Corrientes und die Provinz Misiones. Während der Süden flach ist, sind im Nordosten, in der Provinz Misiones, niedrige Gebirgszüge zu finden. Die Wasserfälle von Iguazú sind die größte Sehenswürdigkeit der Gegend.

Der argentinische Chaco ist eine flache Buschsavannenlandschaft, die westlich an Mesopotamien anschließt. Während der Osten feucht ist und landwirtschaftlich intensiv genutzt wird, hat der Westen im Winterhalbjahr eine lange Trockenperiode mit häufigen Dürren. Der Chaco umfasst die Provinz Formosa, die Provinz Chaco und die Provinz Santiago del Estero, sowie den Osten der Provinz Salta und den Norden der Provinz Santa Fe und der Provinz Córdoba.

Die Sierras Pampeanas sind ein Mittelgebirgsgebiet in Zentral- und Westargentinien. Die Gebirgszüge erreichen in einigen Fällen Höhen von bis zu 5.500 Metern und sind meist von trockenem Buschland bedeckt. Diese Region umfasst die Provinz San Luis, den Osten der Provinz San Juan, die Provinz La Rioja, die Provinz Catamarca sowie den Westen der Provinz Córdoba.

Der Cuyo schließt westlich an die Sierras der Pampa an. Er umfasst im Westen die Zentralanden und im Osten eine flache bis hügelige Trockensteppe, in der jedoch dank der künstlichen Bewässerung Wein angebaut wird. Bekannt ist der Cuyo für sein besonders sonniges Klima. Er umfasst die Provinz San Luis, die Provinz Mendoza, die Provinz San Juan und große Teile der Provinz La Rioja und der Provinz Catamarca.

Patagonien wird der Süden Argentiniens, südlich des Rio Colorado, genannt. Es ist eine trockene Buschsteppe mit einem windigen, aber milden Klima. Die Gegend ist dünn besiedelt, besitzt aber viele Sehenswürdigkeiten wie die Halbinsel Valdés. Patagonien wird gebildet durch die Provinz Río Negro, die Provinz Neuquén, die Provinz Chubut, die Provinz Santa Cruz und dem argentinischen Teil Feuerlands, der Provinz Tierra del Fuego.

Der Andine Nordwesten ist das Grenzgebiet zu Chile und Bolivien. Er ist von vielfältigen
Gebirgslandschaften zwischen der Hocheben Puna auf 3.500 m Höhe und subtropischen Urwaldgebieten geprägt und ist das Gebiet Argentiniens mit den meisten Bauwerken aus der Kolonialzeit. Er umfasst die Provinz Jujuy, die Provinz Tucumán und die Provinz Salta sowie den Norden der Provinz Catamarca.
Die Tierwelt der Anden wird von Hochland-Lamas und großen Flussfischen dominiert. An den Iguazu-Wasserfällen findet man surubíes und Goldfische. Tukane, Papageien, Vögel und bunte Schmetterlinge leben mit Affen, Pumas, Nandus, Ameisenbären, Krokodilen, riesige Ameisen, Leguanen, Echsen, Tapiren und Jaguaren. Der Atlantik vor der Küste Argentiniens ist eines der bedeutendsten Meeresschutzgebiete der Welt. Im südlichen Patagonien treffen Faultiere und Wölfe auf See-Elefanten und Magellan-Pinguine. In Argentinien sehen wir auch Flamingos, Huanacos, Füchse, Enten und Schwarzhalsschwäne. Auf den Ebenen der Pampas leben die scheuen Vizcachas mit dem majestätischen Kondor.

Die Vegetation in Argentinien ist sehr vielfältig. Während die Region um die Iguazú Wasserfälle von üppiger Vegetation dominiert wird (Palmen, Begonien, Orchideen und Farne) ist die nördliche Andenregion eher karg. Dort dominieren Erdfarben das Bild und es gedeihen riesige Kakteen. Der "Gran Chaco" wird durch wilde Wälder, dornige Büsche, Savannen und Sümpfe dominiert. In der Pampa gibt es kaum Bäume; ausgedehnte, endlos erscheinende Wiesen kennzeichnen diese Landschaft.
Die patagonischen Anden bieten Kirsch- und Buchenwälder, araucaria oder cohíves, die sich Anfang des Herbstes in eine wahre Symphonie von Farben ändern.
Amtlicher Staatsname: Argentinische Republik (República Argentina)
Hauptstadt / Regierungssitz: Buenos Aires
Nationalfeiertag: 25. Mai (1810); Revolutionstag - "Tag des Vaterlandes"
Unabhängigkeit: 9. Juli 1816

Staatsform

Präsidialdemokratie, Bundesrepublik; Kongress bestehend aus 2 Kammern: Senat mit 72 und Abgeordnetenkammer mit derzeit 257 Sitzen
Der Präsident der Nation („Presidente de la Nación Argentina“, „Poder Ejecutivo Nacional“) ist Staatsoberhaupt und Regierungschef in einer Person und hat durch seine starke Stellung unter anderem die Möglichkeit per Dekret zu regieren. Er wird gemeinsam mit dem Vizepräsidenten, der ihn bei Abwesenheit vertritt, alle vier Jahre in zwei Wahlgängen direkt gewählt. Um in der ersten Runde zu gewinnen, muss der siegreiche Kandidat 45 oder mehr Prozent der gültigen Stimmen erreichen oder bei einem Wert zwischen 40 und 45 % zehn Prozentpunkte Vorsprung vor dem Zweitplatzierten aufweisen, in allen anderen Fällen gibt es eine Stichwahl. Verzichtet einer der beiden erfolgreichsten Kandidaten in der ersten Runde auf die Teilnahme in der Stichwahl (zuletzt 2003), gilt der andere Kandidat als Sieger, der Drittplatzierte rückt also in diesem Fall nicht nach. Eine Präsidentschaft ist höchstens für zwei aufeinander folgenden Perioden möglich. Eine erneute Kandidatur ist jedoch nach einer Pause von vier Jahren wieder erlaubt. Der Präsident muss unter anderem argentinischer Staatsbürger sein und dem römisch-katholischen Glauben angehören.

Die Legislative (der Kongress, bestehend aus Abgeordnetenkammer und Senat) wird meist in allen Provinzen zu anderen Zeitpunkten gewählt.

Administrative Gliederung

Argentinien besteht aus 23 Provinzen und dem Bundesdistrikt Buenos Aires; das ehemalige Nationalterritorium Tierra del Fuego (Feuerland) wurde 1993 zur 23. Provinz. Zudem beansprucht Argentinien einen großen Sektor der Antarktis und mehrere Inseln im Südatlantik; dieser Anspruch wird jedoch von zahlreichen Ländern, einschließlich der Vereinigten Staaten, nicht anerkannt. Die Provinzen verteilen sich auf fünf Hauptgebiete: die Provinzen an der Atlantikküste (Buenos Aires, Chaco, Corrientes, Entre Ríos, Formosa, Misiones und Santa Fe), die nördlichen Provinzen (Jujuy, Salta, Santiago del Estero und Tucumán), die Zentralprovinzen (Córdoba, La Pampa und San Luis), die Provinzen in den Anden (Catamarca, La Rioja, Mendoza, Neuquén und San Juan) und die Provinzen Patagoniens (Chubut, Río Negro und Santa Cruz).
Gemäß der Verfassung wählen die Provinzen eigene Gouverneure und Regionalparlamente.

Internationale Politik

Außenpolitsch steht die Pflege der nachbarschaftlichen Beziehungen und der Ausbau der regionalen Zusammenarbeit zu den wichtigsten Zielen Argentiniens. Mit Brasilien, Paraguay und Uruguay 1991 der Vertrag von Asunción über die wirtschaftliche Integration (MERCOSUR) unterzeichnet. 1995 trat der Mercosur mit dem Ziel einer Zollunion mit einer weitgehenden Zollbefreiung des intraregionalen Handels und einem gemeinsamen Außenzolltarif gegenüber Drittländern in Kraft. Die Mercosur-Länder einigten sich weiterhin über die zu bildenden politischen Institutionen der Gemeinschaft und gaben ihr für die Entwicklung der Außenbeziehungen eine eigene Rechtspersönlichkeit.
Argentinien engagiert sich in der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), die alle Staaten der amerikanischen Hemisphäre umfasst sowie in der 1986 gegründeten "Rio-Gruppe", die heute neben Argentinien 19 weitere Länder Lateinamerikas und der Karibik - unter anderem auch Kuba - einbindet.

Am 23. Mai 2008 unterzeichneten die Staats- und Regierungschefs von Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, Guayana, Kolumbien, Paraguay, Peru, Surinam, Uruguay und Venezuela den Vertrag zur Gründung der Unión de Naciones Sudamericanas (UNASUR).

Argentinien ist ebenfalls Mitglied der G20 Staaten.
Wirtschaft & Entwicklung

Die Wirtschaft Argentiniens ist aus klimatischen Gründen traditionell vom Agrarsektor und den damit verbundenen Industrien geprägt. Im Laufe des 20. Jahrhunderts haben sich weitere Wirtschaftszweige angesiedelt, sodass heute Industrie aller Sparten und ein weitgefächerter Dienstleistungssektor die lokale Ökonomie ergänzen.

Der bedeutendste Wirtschaftssektor ist in Argentinien der Dienstleistungssektor der im Jahr 2005, 55 % zum Bruttoinlandsprodukt beitrug. Der sekundäre Sektor (extraktive und verarbeitende Industrie) trägt rund 35,6 % und der primäre Sektor (Landwirtschaft) etwa 9,4 % zum Bruttoinlandsprodukt bei. Dabei nahm im Vergleich zum Jahr 2000 die Bedeutung der Landwirtschaft und der Industrie zu, während der Anteil des Dienstleistungssektors zurück ging.
Die argentinische Wirtschaft wuchs im 1. Halbjahr 2008 nach wie vor stark. Mit 7,5% Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes (BIP) lag Argentinien über dem regionalen Durchschnitt in Lateinamerika (4,7%). Allerdings verlangsamte sich das Wachstum etwas gegenüber dem Vorjahr (2007 betrug die Zuwachsrate noch 8,7%). Dieser Trend wird sich sicher fortsetzen, auch wenn es angesichts der internationalen Finanzkrise keine belastbaren Vorhersagen für 2009 gibt.

Import & Export

Unter den Exportgütern Argentiniens stechen traditionell Agrarrohstoffe und Ernährungsgüter hervor (2007 rd. 57%). Im 1. Halbjahr 2008 waren es trotz des Exportstreiks der Landwirte noch rund 33%. Der Anteil der Industriegüterexporte blieb mit rd. 29% annähernd konstant, gefolgt von anderen Rohstoffen mit 26%.

Die wichtigsten Absatzmärkte der argentinischen Exporte waren der Mercosur mit 22%, die EU und Asien mit je 20% und die nordamerikanische Freihandelszone NAFTA mit 9% (Werte Januar bis Juli).

Die Importe (v.a. von Industriegütern) stiegen wie in den letzten vier Jahren auch im ersten Halbjahr 2008 weiter stark (45%). 35% der Importe kommen aus dem Mercosur (insbesondere Brasilien mit 30%), 20% aus Asien (vorwiegend China). Die Importe aus der EU liegen bei 16%, gefolgt von den Importen aus der NAFTA (15%). Die Importe aus Deutschland (4% der Gesamtimporte) stiegen gegenüber dem 1. Halbjahr 2007 um 40%.
In allen größeren Städten gibt es eine Vielzahl von Bars, Pubs, Clubs und Diskotheken für jeden Geschmack (nur die Gothic-Szene hat etwas das Nachsehen, dafür gibt es viel lateinamerikanische Musik). Selbst jedes Dorf hat sein boliche, in dem die jungen Leute Freitags und Samstags die Nacht verbringen.

Im Grunde genommen gibt es vier Arten von Diskotheken. Das sind zunächst die typischen Mainstream-Clubs, die eine Mischung aus Rock, Dancefloor und lateinamerikanischer Musik spielen. Dann gibt es alternative Rock- und Reggae-Clubs mit Live-Musik und wechselnden Musikstilen, manchmal auch Theatershows. Zum dritten trifft man immer häufiger auf reine Techno- und House-Diskotheken, oft im oberen Preisspektrum, sowie die traditionellen bailantas, in denen nur lokale Varianten der lateinamerikanischen Musik (insbesondere Cumbia und Cuarteto) gespielt werden.
Die meisten Diskotheken füllen sich übrigens erst gegen 2:00 bis 3:00 Uhr morgens !.

Mit seinen Theatern, Kinos, Diskotheken und Kasinos bietet Buenos Aires für jeden etwas.

Die Theater bieten wichtige Ereignisse während des ganzen Jahres, unter denen sind Teatro General San Martín und „Teatros de Revistas“. Es gibt Weltklasse-Restaurants, Bars und Pizzerias in Hülle und Fülle. Die touristischen Bezirke wie z.B die Fußgängerzone Lavalle bieten eine Vielzahl von Kinos und gute Restaurants mit dem besten Fleisch der Pampa von Argentinien.

Akabar
Es ist eine berühmte Bar in Palermo, Buenos Aires. Die Preise sind sehr billig, so kostet ein Liter Bier nur 9 Pesos, ein normales Getränk zwischen 10 und 12 pesos. Die Bar ist – neben ihrem für einen Spanier anrüchig klingenden Namens - vor allem vor ihre Vielzahl an Gesellschaftsspielen bekannt.

Finis Terra
Ein Bar-Restaurant an der Honduras, Palermo. Sie liegt nur ein paar Blocks von der Plaza Serrano. Die Bar ist nicht sehr groß, es gibt aber immer genügend Platz für alle. Die Preise sind moderat, die Stimmung meist sehr ruhig.

Puerto Madero – Maderohafen
Es ist das moderneste Stadtviertel von Buenos Aires (Bars, Cafés, Diskos, Kneipen, Restaurants)

Jobs Bar
Jobs Bar liegt in Palermo nur 100 m entfernt von der U-Bahn-Station Agûero. Die Bar im Stile eines Biergartens erstreckt sich über 4 Etagen. Gespielt wird meist Rockmusik, dazu gibt es kleine Pizza-Speisekarte. Die Preise sind recht günstig, vor allem bei einer Vorab-Reservierung.

Amerika
Das „Amerika“ in Palermo ist eine Disco der ganz besonderen Art und einem ganz besonderen Ruf – wie einem jeder in Buenos Aires bestätigen kann. Das Publikum ist bunt gemischt: Schwule, Lesben, Transvestiten und Heteros - alles ist vertreten und feiert gleichzeitig friedlich und wild miteinander. Am Freitag und Samstag Abend gibt es canilla libre, eine Art Flatrate-Trinken für 40 Pesos.

Levitar
Levitar ist eine Tanz-Bar, die in Palermo liegt, genau in Godoy Cruz und Gorriti, nicht weit Weg von Plaza Serrano. Die Frauen kommen gratis herein und die Männer müssen 10 pesos bezahlen- ein Getränk ist inklusive. Man kann dort trinken und eine Kleinigkeit essen.

La Viruta TangoUnter den jugendlichen Tangofans gilt das La Viruta Tango derzeit als “in”, viele von ihnen treffen sich hier. Besonders beliebt ist die regionale Küche, die das „La Viruta“ anbietet.

Bar Casa Rica
Das Casa Rica im Szeneviertel von Palermo ist ein beliebter Treffpunkt für Leute und Singles über 35.
Die argentinische Küche weist vor allem spanische und italienische Einflüsse auf. Berühmt in aller Welt ist das argentinische Rindfleisch, vor allem die herrlich saftigen Steaks. Parrillada ist eine Spezialität aus gegrilltem Fleisch, Innereien und Würstchen. Weitere argentinische Spezialitäten sind asado (Rostbraten), arroz con pollo (Eintopf mit Reis, Huhn, Eiern, Gemüse und scharfer Soße), puchero de gallina (Huhn, Würstchen, Kartoffeln), empanada (gefüllte Teigtaschen) und queso y dulce (eine dicke Scheibe Käse mit einer Scheibe Quittengelee). Die meisten Restaurants bieten nordamerikanische, europäische und asiatische Gerichte an. Zu Abend essen die Argentinier meist erst nach 21 Uhr. Das Nationalgetränk ist der erfrischende Mate-Tee, der häufig in besonderen Bechern mit einem metallenen Halm serviert wird. Durch das trockene Klima und die starke Sonneneinstrahlung gehören Argentiniens Weine zu den besten der Welt. Nachdem bis vor 20 Jahren vor allem der Massenmarkt bedient wurde, konzentriert sich man sich nun verstärkt auf die Herstellung von Qualitätserzeugnissen, die ohne weiteres mit europäischen Weinen konkurrieren können. Zu den bekanntesten Anbauregionen gehören Mendoza und San Juan. Darüber hinaus sind überall importierte Biere, Weine und Spirituosen zu haben.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Zeit um 15.000 v.Chr. zurück. Die im Gebiet der Pampa ansässigen Stämme Het und Tehuelches waren bis zum Eintreffen der Spanier nicht sesshaft und besaßen wohl auch keine nennenswert entwickelte Technologie. Die Stämme im Nordwesten des Landes hingegen (z. B. die Diaguita) praktizierten etwa ab der Zeit des frühen Mittelalters in Europa Ackerbau und Viehzucht und waren vor allem auf dem Gebiet der Architektur weit fortgeschritten. Im 13. und 14. Jahrhundert expandierte das Inka-Reich stark nach Süden und umfasste vor Ankunft der spanischen Invasoren weite Teile des Nordwestens Argentiniens bis in den Norden der heutigen Provinz Mendoza.

Die Europäer erreichten die Region des heutigen Argentiniens wohl erstmals mit der Reise des florentinischen Kaufmann, Navigator und Seefahrers Amerigo Vespuccis im Jahre 1502. Das heutige Argentinien wurde im 16. Jahrhundert von den Spaniern aus zwei Richtungen kolonisiert: von Peru sowie vom Atlantik aus mit Siedlungen am Stromsystem des Río de la Plata, darunter Buenos Aires, wo sich die Spanier im Jahre 1580 auf Dauer etablieren konnten. Bisherige Versuche einer dauerhaften Niederlassung scheiterten am Widerstand der indigenen Bevölkerung. Die weiter südlich gelegenen Gebiete des heutigen Argentinien wurden zwar theoretisch auch von Spanien beansprucht, blieben aber in der Kolonialzeit faktisch außerhalb des spanischen Herrschaftsbereiches.

Administrativ war das heutige Argentinien zunächst Teil des Vizekönigreichs Peru, das Südamerika mit Ausnahme des portugisisch kontrollierten Teiles - Brasilien - umfasste. Im Jahre 1776 wurde von diesem das Vizekönigreich des Río de la Plata mit Hauptstadt Buenos Aires abgespalten, das neben Argentinien noch das heutige Bolivien, Paraguay und Uruguay umfasste.

Die unter dem Eindruck der Französischen Revolution am 25. Mai 1810 in Buenos Aires erklärte Unabhängigkeit hatte zunächst nur lokale Wirkung (Mai-Revolution), führte aber zu einem landesweiten Befreiungskrieg gegen die Spanier. Die Unabhängigkeit erlangte das Land schließlich am 9. Juli 1816 in San Miguel de Tucumán.
Auf die Wirren in den Anfängen der Republik Argentinien folgte in den Jahren 1880 bis 1930 eine Einwanderungswelle und eine Zeit wirtschaftlicher Blüte. Der wirtschaftliche Aufschwung verstärkte insbesondere die Einwanderung aus Europa wie z.B. aus Italien. Die Wirtschaft Argentiniens war in dieser Zeit stark auf den Export von Rohstoffen und den Import von Industrieprodukten eingestellt. Diese Periode endete jedoch mit der Weltwirtschaftskrise.

Im Zweiten Weltkrieg war Argentinien offiziell neutral. Es sympathisierte zunächst mit den Achsenmächten, unterstützte gegen Kriegsende jedoch die Alliierten. Während des Krieges war Argentinien Zielland von Flüchtlingen aus Europa; nach dem Krieg fanden in Argentinien ebenso wie in anderen Staaten Lateinamerikas zahlreiche Nationalsozialisten und Faschisten Unterschlupf.

Juan Perón gewann die Wahlen 1946 und dominierte mit seiner Frau Eva Perón (genannt Evita, † 1952) das politische Leben bis 1955. Teil der peronistischen Politik war die Nationalisierung wichtiger Industriezweige und die Ausweitung des Importsubstitutions-Modells auf die Konsumgüterindustrie. Perón setzte 1949 eine Verfassungsänderung durch, die ihm eine zweite Präsidentschaft erlaubte. Seine Regierungszeit kann man als Mischung aus Demokratie und Diktatur bezeichnen. Ein Militärputsch unter Führung von Eduardo Lonardi beendete 1955 Peróns Regierung und es folgte eine lange Zeit der politischen Instabilität bis 1983.

Im April 1982 trat Argentinien unter dem neuen Junta-Chef Leopoldo Galtieri mit Großbritannien in den Falklandkrieg ein (in Argentinien als „Islas Malvinas“ bezeichnet). Nach argentinischer Rechtsauffassung gehörten sie zum argentinischen Staatsgebiet. Die Landung argentinischer Soldaten wurde von den Streitkräften des Vereinigten Königreichs mit Luftangriffen, einem Seekrieg und einer Landeoperation zurückgeschlagen. Letztendlich musste Argentinien vor der britischen Übermacht am 14. Juni 1982 kapitulieren.

1983 kehrte das Land zur Demokratie zurück. 1989 kam die Peronistische Partei mit Carlos Menem wieder an die Macht. Die neoliberale Wirtschaftspolitik Menems und die 1:1-Bindung des Argentinischen Peso an den US-Dollar war während seiner ersten Amtszeit äußerst erfolgreich und konnte das Land stabilisieren. Während seiner zweiten Amtszeit machten sich aber immer mehr die negativen Seiten dieser Wirtschaftspolitik bemerkbar. Zwischen 1998 und 2002 fiel daher das Land erneut in eine schwere Wirtschaftskrise, in der die Wirtschaftskraft um 20 % zurückging. Im Mai 2003 wurde nach einer sehr chaotisch verlaufenden Präsidentschaftswahl Néstor Kirchner zum neuen Staatsoberhaupt gewählt. Die Präsidentschafts- und Parlamentswahl am 28. Oktober 2007 konnten die regierenden Peronisten, insbesondere die Wahlplattform Kirchners, „Frente para la Victoria“, mit einem überwältigen Sieg gewinnen. Cristina Fernández de Kirchner konnte sich schon im ersten Wahlgang mit 45,3 % der Stimmen durchsetzen und damit eine Stichwahl vermeiden. Sie trat das Präsidentenamt am 10. Dezember 2007 an. Auch im Parlament wurde der kirchnerismo leicht gestärkt. Die Parlamentswahlen im Juni 2009 verlor allerdings die Frente para la Victoria und daraufhin gab Néstor Kirchner den Parteivorsitz der Peronistischen Partei an den Gouverneur der Provinz Buenos Aires, Daniel Scioli, ab.
Die wichtigsten Bestandteile der traditionellen argentinischen Musik sind Gaucho-Volkslieder und Volkstänze, Indiomusik aus den nördlichen Provinzen, europäisch beeinflusste und in kleinem Umfang afrikanische Musik. Der Tango, der in Buenos Aires entstand und weltweit ein beliebter Tanz wurde, ist möglicherweise Argentiniens berühmtester Beitrag zur modernen Musik. Astor Piazzolla, ein kreativer Tangokomponist und Liveinterpret des 20. Jahrhunderts, vereinigte Jazzelemente und klassische Einflüsse in seinen Arbeiten. Sinfonien und Opern sind wichtige Bestandteile des kulturellen Lebens.
Januar
Chamamé-Festival, Corrientes (1. Woche)
Doma und Nationales Folklore-Fest, Córdoba (2. Woche)
Malambo-Festival, Córdoba (2. Woche)
Nationales Fest der Nationalen Königinnen Fiesta Nacional de Reinas, Santa Fe (3. Woche)
Nationales Reit- und Folklore-Fest, Diamante (Entre Ríos) (letzte Woche)
Nationales Fest der Braugerste, Puán (Buenos Aires) (letzte Woche)
Internationales Folklorefestival, Río Turbio, Patagonien (letzte Woche)
Nationales Folklore-Festival, Cosquín, Córdoba (ganzer Monat)

Februar
Nationales Trekking- Fest, El Chaltén, Santa Cruz (1. Woche)
Nationales Spirituosen-Fest, Tres Puentes, Catamarca (2. Woche)
Nationales Fest der Sonne, San Juan (2. Woche)
Capital Nacional del Carnaval, Corrientes(letzte Woche)
Nationales Fest der Kunstwerke, Colón, Entre Ríos(letzte Woche)
Nationales Fest der Pachamama, Amaicha del Valle, Tucumán(letzte Woche)

Februar & März
Tango-Festival, Buenos Aires

März
Traubenerntefest, Mendoza (1. & 2. Woche)
Karwoche, Salta (1. & 2. Woche)
Nationales Fest des Wassersports, Tigre, Buenos Aires(letzte Woche)

April & Mai
Internationale Buchmesse, Buenos Aires

April
Nationales Fest der Masa Vienesa, Villa General Belgrano, Córdoba (1. & 2. Woche)

Mai
Nationales Fest der Viehzucht in trockenen Gebiete, General Alvear, Mendoza (1. & 2. Woche)
Nationales Fest der Inseln und der isleño (Einheimischen), Belén de Escobar , Buenos Aires (letzte Woche)
FIA Rallye Weltmeisterschaften, Cordoba (letzte Woche)

Juni
Nationales Fest der Schweizerischen Folklore (letzte Woche)
Nationales Fest der Längsten Nacht des Jahres, Ushuaia, Tierra del Fuego (21.)

Juli
Dorado-Angel-Wettbewerb, Formosa
Nationales Fest der Kolonialisierung von San José , Entre Río (1.-3. Woche)
Poncho-Woche, Catamarca (3. Woche)

August
Weltmeisterschaft im Tangotanzen, Buenos Aires.
Schneefest, Río Turbio
Dorado-Festival, Posadas
Schneekarneval, Bariloche (3. Woche)

September
Festival des Gegenwartstanzes, Corrientes
Nationales Fest des Einwanderers, Oberá , Misiones (1. & 2. Woche)
Nationales Frühlings-Fest, Monte Hermoso, Buenos Aires (1. & 2. Woche)
Nationales Fest des Skilaufs, Esquel – La Hoya, Chubut (3. Woche)

Oktober
Bierfest, Oktoberfest, Villa General Belgrano, Córdoba (1. Woche)
Nationales Fest der Viehzucht, Rufino, Santa Fe (3. Woche)
Nationales Fest des Zuckerrohrs, Aguilares, Tucumán (3. Woche)

November
Traditionelle Woche (Gaucho Shows), San Antonio de Areco.
Gay Pride, Buenos Aires.
Nationales Fest der kreolischen Kunstwerke, Cañada Rosquín, Santa Fe
Nationales Fest des Pferdes, San Cristóbal, Santa Fe
Nationales Fest des Torrontés-Weins, Cafayate, Salta

Dezember
Gaucho-Festival, Gral. Madaria, Buenos Aires (1. & 2. Woche)
Nationales Weihnachtsfest an der Bergkette, San Martín de los Andes, Neuquén (ganzer Monat)