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Venezuela
Einreisebestimmungen
Deutsche Touristen benötigen zur Einreise nach Venezuela einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist. Auch Kinder müssen ein eigenes Ausweisdokument mitführen, da ein Eintrag im Reisepass eines Elternteils seit dem 26.06.2012 nicht mehr ausreicht.
Ein Visum wird zur Einreise mit dem Flugzeug nicht benötigt. Während des Fluges erhalten Sie eine Touristenkarte DEX-2, mit welcher Sie einmalig für bis zu 90 Tage einreisen können. Tragen Sie Ihre Dokumente stets bei sich, da es gelegentlich zu Kontrollen kommen kann. Im Idealfall kopieren Sie wichtige Unterlagen vor der Anreise, um bei einem Verlust leichter Ersatzpapiere zu erhalten.
Wahlweise können Sie auch in Ihrem Heimatland ein Touristenvisum beantragen, mit dem Sie mehrfach ein- und ausreisen können. Zudem haben Sie nach den 90 Tagen die Option auf eine Verlängerung um weitere 90 Tage.
Visumspflicht besteht in Venezuela nur noch für das Anreisen mit einem Segelschiff. Dazu muss man beim zuständigen Amt das Visum „Embarcaciones Deportivas“ beantragen.
Wir empfehlen Ihnen, sich zusätzlich bei der Botschaft oder den zuständigen Konsulaten in Venezuela zu erkundigen, da die Einreisebestimmungen sich kurzfristig ändern können.

Einfuhr- und Ausfuhrbestimmungen
Nach Venezuela dürfen weder Pflanzen, noch Obst oder Fleischprodukte eingeführt werden. Auch die Mitnahme von Waffen, Drogen und pornographischen Artikeln ist verboten. Zudem unterliegen zahlreiche exotische Souvenirs strengen Einfuhrbestimmungen. Bei Zweifeln erhalten Sie genaue Auskunft bei der Venezolanischen Botschaft (http://www.botschaft-venezuela.de).

Airlines & Flughäfen
Internationale Fluglinien, die die Hauptstadt Caracas mit den wichtigsten Städten der Welt verbinden, sind unter anderem: Lufthansa, LAN, Air France, TAP, American Airlines, Air Canada, Delta Airlines, United Airlines, Iberia, Avianca und TAM.
Der internationale Flughafen „Simón Bolívar“ liegt ca. 25 km nördlich der Hauptstadt. Je nach Verkehr benötigt man zwischen 30 und 60 Minuten bis ins Stadtzentrum (Plaza Venezuela).
Aus Deutschland fliegt Lufthansa täglich non-stop ab Frankfurt am Main nach Caracas.

Gepäckbestimmungen
In der Regel gilt eine Freigrenze von 20 kg pro Person in der Economy-Class. Für genaue Informationen zu Freigepäck, Höchstgewicht, Maße etc. informieren Sie sich bitte bei den jeweiligen Fluggesellschaften rechtzeitig vor Abflug.
Im Handgepäck dürfen keine spitzen Gegenstände (z.B. Messer, Schere, Nagelfeile) verstaut werden. Flüssigkeiten und ähnliche Produkte müssen in einzelnen Behältnissen mit einer Höchstfüllmenge von max. 100 ml und zusätzlich in einem durchsichtigen, wiederverschließbaren Plastikbeutel transportiert werden. Insgesamt ist höchstens 1 Liter Flüssigkeit im Handgepäck erlaubt.
Zudem empfehlen wir, wichtige Dokumente stets im Handgepäck aufzubewahren und robuste Koffer zu verwenden, welche abgeschlossen werden können. Sollten Schäden am eigenen Reisegepäck auffallen, wenden Sie sich bitte umgehend an die Reiseleitung und nehmen Sie eine offizielle Schadensmeldung vor. Um Problemen vorzubeugen, können Sie eine Reisegepäckversicherung abschließen.

Flughafengebühren & -steuern
Die Flüge von Venezuela zu internationalen Reisezielen beinhalten eine Ausreisesteuer von aktuell 235 Bolívares, was ungefähr 55 US-Dollar entspricht. Diese sind in der Regel im Flugticketpreis enthalten.
In Venezuela ist es ganzjährig warm. Von November bis Mai ist Trockenzeit, während im restlichen Jahr vermehrt Niederschläge auftreten. Denken Sie daran, Ihre Kleidung dem Klima anzupassen. Bei warmen Temperaturen ist leichte, bequeme und atmungsaktive Kleidung von Vorteil. Besonders wichtig sind Kopfbedeckung, Sonnenbrille und ausreichend Sonnenschutz. Für kältere Abende und in klimatisierten Reisebussen sollten Sie Pullover und eine warme Jacke mitnehmen. Während der Regenzeit empfiehlt sich ein ausreichender Regenschutz.
Bei Ihrer Reise durch Venezuela sollten Sie feste, sowie bequeme Schuhe tragen. Langärmelige Kleidung zum Schutz vor Regen und Insekten, sowie Insektenschutzmittel, sind ebenfalls empfehlenswert. Wertgegenstände hinterlassen Sie am besten im Hotelsafe.
Hygieneartikel sind vor Ort erhältlich. Wenn Sie bestimmte Artikel bevorzugen, sollten Sie diese im Voraus kaufen und in ausreichender Menge mitnehmen.
Für kleinere Touren, wie Tagesausflüge oder Stadterkundungen, empfiehlt sich ein kleiner Rucksack, um alle wichtigen Dinge stets bei sich zu tragen.
Impfungen
Eine Impfung gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Hepatitis A und B wird empfohlen.
Wenn Sie sich längere Zeit in Venezuela aufhalten, sollten Sie sich zudem gegen Tollwut und Typhus impfen lassen. An der Nordküste und auf den Inseln ist keine Gelbfieberimpfung notwendig, in allen anderen Gebieten sollte sie jedoch erfolgen. Achten Sie bei Reisen mit Kindern darauf, dass alle Standardimpfungen auf dem aktuellen Stand sind. Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes finden Sie unter www.rki.de.

In Teilen Venezuelas, vor allem im Regenwald im Süden des Landes, besteht ein hohes Malaria-Risiko. Lediglich in den mittleren Küstenabschnitten, in Stadtgebieten, auf Inseln und in Höhenlagen entfällt das Risiko.
Impfvorschriften für ein Land können sich jederzeit kurzfristig ändern. Wir können an dieser Stelle weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch durchgehend auf dem aktuellen Stand sein. Kontaktieren Sie daher bitte rechtzeitig Ihren Hausarzt oder einen Tropenmediziner und lassen Sie sich – je nach Reiseverlauf – individuell beraten!

Gesundheit
Die medizinische Versorgung in abgelegenen bzw. ländlichen Gebieten entspricht oftmals nicht dem europäischen Standard hinsichtlich Hygiene und Medizintechnik. Das medizinische Versorgungsangebot in der Hauptstadt Caracas ist im privaten (!) Sektor z. T. noch auf europäischem Standard, angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage kann es jedoch auch hier zu Engpässen kommen.
Bedenken Sie bitte, dass es insbesondere in den abgelegenen Landesteilen zu Verständigungsproblemen kommen kann, da das Personal in der Regel rein spanischsprachig ist.
Wir möchten darauf hinweisen, dass vor der Aufnahme und Behandlung in Privatkliniken unabhängig von einer bestehenden Auslandskrankenversicherung eine Vorauszahlung in bar oder per Kreditkarte zu leisten ist, sonst wird unter Umständen gar nicht erst mit der Diagnostik oder Behandlung angefangen.
Das Auswärtige Amt empfiehlt, sich im Krankheitsfall auf der Internetseite der Deutschen Botschaft über Ärzte und Krankenhäuser in Venezuela zu informieren. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiseversicherung werden dringend empfohlen.

Damit Ihr Urlaubsvergnügen in Venezuela nicht getrübt wird, haben wir für Sie einige Tipps zusammengestellt:

Reiseapotheke: Stellen Sie Ihre individuelle Reiseapotheke zusammen. Lassen Sie sich in einer Apotheke entsprechend beraten.

Mückenschutz: Bei Reisen nach Südamerika, sollten Sie auf jeden Fall für einen guten Mückenschutz sorgen. Zu diesen Schutzmaßnahmen gehören z.B. Haut bedeckende Kleidung, Mückennetze, Mücken abweisende Lotionen, Sprays, Räucherspiralen, etc.
Die Übertragung bei Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft die Krankheit nicht selten tödlich. Die Malaria-Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
In Venezuela gelten Städte, sowie die mittleren Küstenabschnitte mit den vorgelagerten Inseln als malariafrei, allerdings besteht ganzjährig ein mittleres Risiko insüdlichen und östlichenProvinzen (Amazonas, Anzoátegui, Bolívar inkl. Angel Falls, Delta Amacuro) bzw. ein geringes Risiko in Apure, Monagas, Sucre und Zulia.

In letzter Zeit machen in Venezuela Fälle von Dengue-Fieber Schlagzeilen. Dengue wird landesweit inkl. der Hauptstadt Caracas durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. Tödliche Folgen sind jedoch insbesondere bei Touristen extrem selten.
Lassen Sie sich bitte vor Ihrer Abreise von einem Tropenmediziner beraten.

Tollwut: Abgesehen von Hunden sind Fledermäuse die häufigste Tollwut-Infektionsursache beim Menschen. Sie können sich durch eine aktive Schutzimpfung gegen Tollwut schützen und sollten den Kontakt mit freilaufenden Tieren - vor allem Hunde und Katzen – auch in den Städten meiden.

Nahrungsmittel und Trinkwasser: Häufig kommt es während der Reise zu Durchfallerkrankungen und Cholera. Um dies zu vermeiden, sollten Sie einige Hinweise beachten: Trinken Sie kein Leitungswasser, sondern führen Sie immer ausreichend Flaschenwasser mit sich oder kochen Sie das Leitungswasser vor dem Verzehr ab. Während der Reise können Sie das abgekochte Wasser auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen verwenden. Auch Nahrungsmittel bitte bevorzugt Kochen oder Schälen.
Durch regelmäßiges Händewaschen und Desinfizieren kann das Risiko einer Infektion zusätzlich verringert werden.
Für den Fall, dass es trotzdem zur Erkrankung kommt, raten wir Ihnen, neben den Medikamenten die Sie regelmäßig zu sich nehmen, die wichtigsten Medikamente gegen Fieber, Schmerzen, Durchfall und bei Bedarf Reiseübelkeit mitzunehmen.

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Bitte wenden Sie sich vor Beginn Ihrer Reise an einen Spezialisten.
Die Währung in Venezuela ist der venezolanische Bolívar, wobei 1 Bolívar Fuerte 100 céntimos entspricht. Generell empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar, welche vor Ort gewechselt werden können. Alle Preise sind in der Regel in Bolívar ausgewiesen.
In Städten können Sie mit Ihrer Kreditkarte an vielen Geldautomaten Bargeld abheben. Die nützlichsten Karten sind Visa und Mastercard. Die Zahlung durch Kreditkarten ist nicht überall gewährleistet und kann zusätzliche Kosten durch eine Fremdwährungseinsatzgebühr Ihrer Bank verursachen. In den meisten Restaurants, Hotels und Geschäften können Sie mit Kreditkarte bezahlen.
Beim Abheben von Bargeld sollten Sie keine Automaten in einer einsamen Gegend wählen und stets aufmerksam sein. Nach Möglichkeit nur tagsüber und in Begleitung zum Automaten gehen. Lassen Sie sich vor allem vor und nach dem Abheben von Geld nicht von fremden Leuten in Gespräche verwickeln! Außerdem sollten Sie die Telefonnummer zum Sperren Ihrer Kreditkarte griffbereit haben. Zur Sicherheit können Sie Reiseschecks mitnehmen, die in Banken und Wechselstuben getauscht werden können!

Seit 2003 unterliegt Venezuela einer strikten Währungskontrolle. Man darf nur in den durch die Devisenverwaltungskommission (CADIVI) ausgewiesenen Wechselstuben und Banken Geld tauschen. Aufgrund dessen gibt es in ganz Venezuela einen Schwarzmarkt. Wir raten Ihnen davon ab, Geld bei Privatpersonen oder nicht autorisierten Unternehmen zu tauschen. Nach venezolanischem Recht ist es eine Straftat Geld auf dem Schwarzmarkt, bei nicht autorisierten Privatpersonen oder juristischen Personen umzutauschen.

Geldüberweisungen im Notfall: Einige Unternehmen bieten schnelle und relativ preiswerte Dienste an: z.B.: den Express-Geld-Transfer des Club Südamerika International (CSI), Friedensstraße 2 in 60311 Frankfurt, Tel. 069-920009901 (www.suedamerika-csi.de) oder Western Union, die vor allem in den großen Städten ein gutes Netz an Büros oder Partnerstationen betreiben, wo Sie Geld senden oder empfangen können. Reisepass nicht vergessen!

Kosten & Trinkgelder

Kosten:
Generell lässt sich sagen, dass die Kosten in den großen Städten höher sind als auf dem Land. In einfachen Restaurants zahlen Sie ca. 15 €, in Restaurants der höheren Kategorie auch über 30 € für ein Mittagessen. Eine Flasche Wasser kostet um die 20 Bolívar Fuerte.

Trinkgelder:
Eine feste Regel für Trinkgelder existiert nicht. Bei Zufriedenheit mit Service und Qualität ist es üblich, Trinkgelder in Höhe von ca. 10 % zu zahlen. Dies ist aber natürlich nicht verpflichtend. Auch Hotelpagen, Reiseleiter oder Fahrer können nach eigenem Ermessen eine kleine Aufwendung erhalten. Schuhputzer, Portiers und Kofferträger erwarten ein geringes Entgelt, da sie von dem Geld leben müssen.
In Restaurants wird in der Regel kein größeres Trinkgeld erwartet, da der Service im Preis inbegriffen ist, man freut sich jedoch, wenn der Betrag ein wenig aufgerundet wird. Taxifahrern gibt man grundsätzlich kein Trinkgeld und handelt den Preis vorher aus.
Auf Trekkingtouren ist es allgemein üblich, die Dienste der Helfer mit einem zusätzlichen Trinkgeld zu honorieren.

Einkaufen & Souvenirs

Hübsche Indianermärkte mit traditionellem Schmuck, einzigartigem Kunsthandwerk und farbenfrohen Souvenirs laden an vielen Orten Venezuelas zum Bummeln ein. Daneben existieren mittlerweile auch große Shoppingmalls.
Während große Supermärkte und Einkaufszentren oftmals den ganzen Tag lang geöffnet sind, schließen kleine Läden vielfach während der Mittagszeit für mehrere Stunden. Samstags haben viele Geschäfte verkürzte Öffnungszeiten.
Bei Einkäufen zu handeln ist fast nur auf Kunstmärkten üblich. In Geschäften mit fester Preisauszeichnung, wie z.B. Kaufhausketten, Supermärkten usw. ist dies weder möglich noch erwünscht.
Taxi

Taxifahren in Venezuela ist ein günstiges Transportmittel, wobei die Preise im Voraus individuell ausgehandelt und erst nach Ankunft am Zielort bezahlt werden. Nachts liegen sie generell etwas höher als tagsüber. Es empfiehlt sich, vor der Preisverhandlung Einheimische oder in Hotels nach dem üblichen Preis zu fragen. Selbst wenn die Fahrt länger dauert als geplant, z.B. wegen Staus, Baustellen etc., wird der vorher vereinbarte Preis entrichtet. Trinkgelder werden normalerweise nicht gegeben und werden i.d.R. auch nicht erwartet - lassen Sie sich dahingehend auf keine Diskussionen ein.
Seien Sie bei der Wahl des Taxis immer aufmerksam! Nehmen Sie ausschließlich offizielle, gekennzeichnete Taxis (weiß mit gelbem Kennzeichen)! Die Flughafen-Taxis sind schwarze Geländewagen mit gelbem Kennzeichen. Bei illegalen Fahrern mit privaten Fahrzeugen (piratas) kommt es immer wieder zu Überfällen. Falls Sie unsicher sind, fragen Sie den Fahrer nach seiner Taxilizenz.

Bus / U-Bahn

Das Busnetz in Venezuela ist relativ gut ausgebaut und die Busse verkehren Tag und Nacht. Vor allem lange Überlandstrecken werden meist von klimatisierten Reisebussen gefahren. Während der Regenzeit kann es gelegentlich zu Straßensperren kommen.
Eine venezolanische Art der Fortbewegung für kurze und mittlere Strecken ist das Sammeltaxi por puesto. Erst wenn alle Sitze belegt sind, fährt es los und hält erst wieder an, wenn ein Passagier auf das Blech klopft, da es keine vorgegebenen Haltestellen gibt. Auch in den Städten gibt es dieses System, wobei meist microbuses (Kleinbusse) eingesetzt werden.
Die einzige venezolanische Stadt mit einem U-Bahn-Netz ist Caracas.

Mietwagen

Benzin in Venezuela gehört zum günstigsten weltweit und in den belebten Regionen ist das Tankstellennetz sehr dicht. Für abgelegene Gebiete empfiehlt es sich vorher den Tank zu füllen oder einen Reservekanister mitzunehmen.
Das Straßennetz von Venezuela (es umfasst insgesamt ca. 82.000 km) gilt als das beste von ganz Südamerika – auch abseits der touristischen Regionen. Daher ist das Reisen mit einem Mietwagen die ideale Möglichkeit, Punkte und Sehenswürdigkeiten zu entdecken, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer und zeitaufwendig zu erreichen sind. Erschwert wird die Reise mit dem Auto jedoch durch den venezolanischen Verkehr, der oftmals laut und chaotisch ist. Die Verkehrsregeln in Venezuela entsprechen im Wesentlichen dem internationalen Standard, werden aber gerne etwas freier ausgelegt.

Häufige und besonders wichtige Straßenschilder sind:
Curva peligrosa: „Gefährliche Kurve“
Sucesión de curvas: „Kurvenreiche Strecke“
Reduzca velocidad: „Geschwindigkeit reduzieren“
Conserve su dereche: „Rechts halten“

Einige internationale Autovermietungen bieten ihren Service auch in Venezuela an. Voraussetzung für das Mieten eines Autos ist der Besitz eines Führerscheines und einer Kreditkarte. Der Mieter des Wagens muss zudem mindestens 21 Jahre alt sein.
Für das Fahren im Land ist der Führerschein des Herkunftslandes ausreichend. Es wird aber empfohlen einen internationalen Führerschein mit sich zu führen, um Nachfragen bei Straßenkontrollen der Polizei zu vermeiden. Dabei wird außerdem oft nach Karosserie- und Motornummer gefragt. Fragen Sie gegebenenfalls an der Mietstation, wo sich diese befinden.

Nicht jeder Mietwagen ist für jede Route in Venezuela geeignet. Viele Straßen befinden sich in einem sehr guten Zustand, aber es gibt auch Schotter- und Erdpisten, für die ein Geländefahrzeug zu empfehlen ist. Dies gilt vor allem für die Regenzeit von Mai bis Oktober.
Erkundigen Sie sich bei Interesse bei Ihrem Autovermieter nach ausführlichen Routen-Informationen und informieren Sie sich rechtzeitig im Internet über die Verkehrsregeln in Venezuela.

Inlandsflüge

Der wichtigste Flughafen in Venezuela liegt in Caracas. Am häufigsten werden von dort aus die Städte Porlamar, Maracaibo und Puerto Ordaz angeflogen. Unter Reisenden gelten Mérida, Ciudad Bolívar, Porlamar und Canaima als die beliebtesten Ziele mit dem Flugzeug.
Ein Preisvergleich vor der Buchung lohnt sich, denn die Ticketpreise variieren zum Teil stark zwischen den verschiedenen Airlines, und einige Fluggesellschaften bieten Rabatte für Studenten oder Senioren an.
Planen Sie zudem längere Wartezeiten für Flughafenkontrollen ein, da es teilweise zu Beschädigung von Koffern und Gepäck kommen kann! Tragen Sie Ihre Wertgegenstände auch während der Kontrolle bei sich im Handgepäck.
Die Flugsicherheit ist zunehmend gut. Einige venezolanische Fluggesellschaften sind:
Aeropostal, Aserca, Avensa, Avior, LAI, Laser, Rutaca und Santa Bárbara.
Post

In Venezuela gibt es mehrere Postgesellschaften, unter anderem ICR Servicios de Mensajeria, PR Publicidad, Pakmail, Speed Mensajeros Internos, Grupo Zomos, MRW, Multimedios Star, Federal Express und die deutsche DHL.
Wenn Sie günstig Pakete unterhalb von 30 kg innerhalb Venezuelas versenden möchten, können sie encomiendas wählen, wobei das Paket um eine bestimmte Uhrzeit an einem Ort, wie beispielsweise einem Busbahnhof, abgegeben wird und vom Empfänger ebenfalls nach Vorlage des Ausweises abgeholt werden kann.
Die Versendung von Luftpost nach Europa dauert normalerweise 3 Tage bis 5 Wochen, per Land- und Seeweg ist von einer Zeit von über einem Monat auszugehen.
Die Postämter (ipostel) haben Montag bis Freitag von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet, wobei es mittags zu einer mehrstündigen Pause kommen kann.

Telefon

Venezuela hat ein gut ausgebautes Telefonsystem. Um aus dem Ausland in Venezuela anzurufen, müssen Sie die Landesvorwahl 0058 für Anrufe ins Festnetz und 005841 als Handyvorwahl wählen! Um aus Venezuela ihre Bekannten und Verwandten in Deutschland zu erreichen, wählen Sie folgende Vorwahlnummern:
Deutschland: 0049-
Schweiz: 0041-
Österreich: 0043-

Telefonieren kann man in Hotels, Telefonkabinen (locutorios) oder von den öffentlichen Münztelefonen. In den großen Einkaufszentren oder an Flughäfen stehen auch z.T. Kartentelefone zur Verfügung. Die preiswerteste Möglichkeit bieten die locutorios. Für wenige Cent können Sie dort weltweit telefonieren.

Internet

In allen größeren Städten befinden sich zahlreiche Internetcafés und immer mehr Hotels bieten Internet, vereinzelt auch WLAN, als zusätzlichen Service an. Viele ländliche Gegenden sind hingegen vom Internet- oder Telefonanschluss abgeschnitten.
Der Hauptanbieter ist der staatliche Anbieter CantvNet, gefolgt von Movistar und Digitel.
Nicht alle Einheimischen möchten fotografiert werden, bitten Sie also vorher um Erlaubnis und seien Sie respektvoll. Auf das Fotografieren von Kindern ohne Einwilligung der Eltern sollten Sie verzichten. Des Weiteren sollten Sie die örtlichen Hinweise, beispielsweise in archäologischen Stätten, Kirchen oder Museen beachten!
Obwohl Speicherkarten, Farbnegative und weiteres Fotozubehör in Venezuela erhältlich sind, ist es sinnvoll sie vor der Reise zu besorgen, da das Material in Südamerika zum Teil sehr teuer ist. Die Fotoausrüstung am besten unauffällig transportieren und Kameras nicht einfach am Körper baumeln lassen.
Öffentlich zugängliche Plätzen und Straßen können fotografiert oder gefilmt werden, mit Ausnahme von „sensiblen Einrichtungen“ wie Banken, aber auch Polizeistationen, Polizisten und militärische Einrichtungen sind strengstens untersagt.

In den Touristenzentren gibt es Fotoshops, in denen man Fotos von Digitalkameras herunter- und ins Internet hochladen oder auf CDs brennen kann. Dies ist auch in vielen Internetcafés möglich.
Die Spannung in Venezuela beträgt 110 Volt/ 60 Hertz Wechselstrom, in einigen Hotels auch 220 Volt, wobei in der Regel der amerikanische Flachstecker verwendet wird. Wir empfehlen Ihnen vor Ihrer Reise in einem Elektrofachgeschäft einen entsprechenden Adapter zu kaufen.
Wer mit gesundem Menschenverstand unterwegs ist, kann in Venezuela relativ sicher reisen. Wie in allen touristischen Gebieten und insbesondere in den Großstädten besteht die Gefahr von Diebstählen. Unbeleuchtete oder einsame Straßen und Plätze sollten gemieden werden. Kriminalität ist immer noch ein großes Thema in Venezuela, wobei vor allem Großstädte wie Caracas und Porlamar, sowie die Orte Playa El Agua und El Yaque von Straßenkriminalität betroffen sind. Auf Margarita kommt es gelegentlich zu bewaffneten Raubüberfällen. Auch von Reisen in Grenzregionen zu Kolumbien wird derzeit abgeraten, da es in diesen Regionen immer wieder zu Konflikten und kurzfristigen Grenzschließungen kommt.

Bei Kontrollen durch die Polizei oder Militär ist es ratsam, nur eine Ausweiskopie aus der Hand zu geben, da es auch in diesen Situationen gelegentlich zu Raubüberfällen gekommen ist. Wie in ganz Südamerika sollten Sie niemals per Anhalter reisen, möglichst nicht bei Dunkelheit fahren und ausschließlich offizielle Taxis nutzen! Informieren Sie sich am besten vor Ort bei der Reiseleitung oder im Hotel, welche Verkehrsmittel sicher sind und welche Gegenden Sie meiden sollten.
Wir empfehlen Ihnen, unnötige Wertgegenstände lieber zu Hause lassen und auffällige Kleidung zu vermeiden. Bewegen Sie sich in Gruppen und geben Sie jemandem Bescheid, wenn Sie allein unterwegs sind. In den Hotelzimmern oder auch im Reisebus sollten Bargeld und andere Wertgegenstände nicht offen herum liegen. Wertgegenstände inklusive Pass, Flugticket und Bargeld lieber im Hotelsafe deponieren. Wird der Safe durch das Hotelpersonal betreut, dann erstellen Sie eine Liste und lassen sich diese vom Verantwortlichen quittieren. Tragen Sie wichtige Dokumente wenn nötig in einem Bauchgurt. Bitte achten Sie beim Besuch von Märkten, Kirchen oder Busstationen auf Ihre Wertsachen, da es bei großen Menschenansammlungen zu Taschendiebstählen kommen kann. Zählen Sie das Wechselgeld und prüfen Sie Scheine und Münzen. Lassen Sie sich gegebenenfalls anderes Wechselgeld geben.

Aktuelle Sicherheitsinformationen finden Sie auf der Seite des Auswärtigen Amtes im Internet unter: www.auswaertiges-amt.de
Venezuela ist ein sehr vielfältiges Land und genauso vielfältig sind die Venezolaner. So aufgeschlossen, wie die Einwohner Ihnen entgegenkommen, sollten Sie auch den Einheimischen begegnen!
Mit gelegentlichen Verspätungen oder spontanen Planänderungen müssen Sie in diesem Land rechnen, vor allem bei Flügen oder Busfahrten. Bringen Sie etwas Geduld mit auf Ihre Reise! Bei Verabredungen zum Essen kann man teilweise schon erwarten, dass der Partner mit etwas Verspätung erscheinen wird.
Bekannte begrüßen sich in Venezuela mit einem Händedruck, engere Freunde und Verwandte umarmen sich. Während Männer sich bei der Umarmung gegenseitig auf den Rücken klopfen, geben sich Frauen einen Kuss auf die Wange.
Vor der Reise ist es ratsam, die wichtigsten Ausdrücke auf Spanisch zu lernen. Englisch und andere Fremdsprachen werden nur teilweise gesprochen. Wenn Sie mit einer Gruppe in einem Restaurant essen gehen, ist es unüblich, getrennte Rechnungen zu verlangen.

Die Reiseleitung kann Ihnen auch vor Ort helfen, wenn Sie unsicher sind.
In Venezuela finden Sie verschiedene Hotels und Unterkünfte aller Kategorien. Von hochwertigen Hotels, über gemütliche Gasthäuser (posadas), Hostels und Camps – hier findet jeder das, was er sucht.