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Ecuador
Bevölkerung

Das Land Ecuador besitzt ca. 14 Millionen Einwohner. Die Bevölkerungsdichte liegt bei 50 Einwohnern je km², die höchste Dichte in Südamerika. Das Durchschnittsalter liegt in Ecuador bei 23. Vier Millionen Ecuadorianer gehen einer bezahlten Tätigkeit nach. Zahlen belegen, dass bis zu drei Millionen Arbeitsemigranten außerhalb von Ecuador arbeiten, überwiegend in den USA, Italien, den Benelux-Ländern, Großbritannien aber auch in der Schweiz. 800.000 Menschen leben und arbeiten alleine in Spanien. In den USA bilden sie sogar die größte Bevölkerungsgruppe Lateinamerikas.

In Guayaquil, der größten Stadt Ecuadors, leben 3,4 Millionen Einwohner. In der Hauptstadt Quito 1,9 Millionen. Je nach Quelle (hier die staatliche Bevölkerungsstatisik) setzt sich die Bevölkerung Ecuadors aus rund 72% Mestizen und 9% Indigenas zusammen. Der Anteil Ecuadorianer europäischer Abstammung beläuft sich nach staatlichen Angaben auf 12%, der restliche Anteil entfällt auf Mulatten und Afroamerikaner.

Ein Großteil der ecuadorianischen Bevölkerung kann noch indianisches Blut nachweisen. Die Inkas und andere Kulturen vergangener Jahrhunderte haben das Land tief geprägt und deren kulturellen Hinterlassenschaften sind noch bis in die heutige Zeit sichtbar und spürbar. Am stärksten ist dies im Andenhochland spürbar, wo sich traditionelle (indigene) Lebensweisen noch am ehesten erhalten haben.

Da es sich bei der ecuadorianischen Gesellschaft nicht um eine heterogene handelt, sondern eher um eine bunte Mischung unterschiedlichster Rassen und Kulturen ist, haben sich auch ebensoviele, zum Teil recht unterschiedliche Gebräuche und Sitten erhalten. So kann man z.B. die Zugehörigkeit zu einer Volksgruppe auch an ihrer charakteristischen Kleidung ablesen. Aus in musikalischer Hinsicht haben sich Traditionen bewahrt, so sind die Afro-Ecuadorianer berühmt für ihre Marimba-Musik, Festivals und Tänze.

In einer indigenen Nationalität (in diesem Fall die Quechua) können verschiedene indigene Völker oder Gemeinden existieren, die sich jedoch durch ihre Kleidung, Religion oder Dialekt unterscheiden. Quechuas, in Ecuador Kichwa, ist eine Sammelbezeichnung für die Angehörigen der Ethnien, deren Muttersprache das Quechua ist, in Ecuador sind dies die Otavalos, Saraguros, Salasaca, Puruhá, Kañari und Sarayaku.

Awá (Kwaiker)
Die Awá, Kwaiker oder Cuaiquer sind ein indigenes Volk, dass im Grenzgebiet zwischen Kolumbien und Ecuador siedelt. Ihr Siedlungsgebiet erstreckt sich vom Río Telembí in Nariño bis Carchi und Esmeraldas. Das Awá-Gebiet gilt als das letzte große, zusammenhängende Regenwaldgebiet der ecuadorianischen Küste mit großer Biodiversität, dessen Schutz von größter Bedeutung ist.

Kañari
Die indigene Gruppe der Kañari lebt in den Provinzen Cañar und Azuay. Noch vor der Ankunft der Spanier hatten die Inka die Kañari verdrängt; und die Spanier hatten die Umsiedlungspolitik weiter fortgesetzt. Heute ist nur noch eine relativ kleine Gruppe übrig.

Puruhá
Die Puruhá sind eine ethnische Gruppe der Kichwa, die heute noch etwa 200.00 Menschen umfasst und in der Provinz Chimborazo beheimatet sind. Die Herkunft des Namens ist nicht bekannt. Auch sie wurden sowohl von den Inka, als auch von den Spaniern vertrieben bzw. umgesiedelt.

Saraguros
Die Saraguros siedeln in der Provinz Loja. Das Quechua bzw. Kichwa verliert zunehmend an Bedeutung und ist z.T. durch das Spanische ersetzt worden, wenngleich es Bestrebungen gibt dem Verlust der ursprünglichen Muttersprache entgegenzuwirken. Zum Ursprung des Namens Saraguros gibt es keine eindeutige Informationen.

Shuar
Shuar bedeutet in der Eingeborenensprache „Menschen“ und bezeichnet die Inigenas, die im Amazonastiefland östlich der Anden Ecuadors beheimatet sind. Je nach Quelle schwankt die Größe dieser indigenen Gemeinschaft zwischen 40.000 und knapp 100.000 Mitglieder. Gesprochen wird Jívaro, das auch von den Achuar, Shiwiar und Aguaruna gesprochen wird.

Allgemein
sind die Ecuadorianer sehr freundliche und herzliche Menschen mit einem sehr großen Sinn für Familie und Freundschaft. Feiern und Tanzen (neben folkoristischen Klängen natürlich auch Salsa und Merengue) sind fester Bestandteil der ecuadorianischen Lebensart. Küstenbewohner sind meist afroamerikanischer Abstammung und zeichnen sich durch besondere Feier- und Tanzleidenschaft aus. Die Bewohner der Andenregionen sind hingegen eher ruhiger und zurückhaltender Natur. Insgesamt gilt für alle Ecuadorianer, dass es sich um eine sehr gastfreundschaftliche und herzliche Kultur handelt, bei denen Religion und Familie eine zentrale Rolle spielen.

Bildung

Die Schulpflicht besteht in Ecuador vom 6. bis zum 14. Lebensjahr. Die neue Verfassung sieht eine kostenlose Ausbildung bis zum Universitätsabschluss vor wodurch die Staatsausgaben für Bildung in 2008 deutlich erhöht wurden. Kinder werden in Ecuador mit 5-6 Jahren eingeschult. Nach sechs Jahren Grundschule folgt das colegio, das sich in staatliche und somit kostenfreie Schulen und in Privatschulen aufteilt. Es gibt 22 offizielle staatliche und 30 private Universitäten.

Die offiziell angegebene Analphabetenrate liegt bei 11% aller über Fünfzehnjährigen. Jedoch ist der tatsächliche Anteil wahrscheinlich höher, da besonders die Landbevölkerung nur sehr schwer einen Anschluss an das Bildungssystem von Ecuador hat. Die am stärksten von Analphabetismus betroffene Gruppe sind indigene Mädchen in den ländlichen Gebieten von Ecuador.
Die Amtssprache in Ecuador ist Spanisch. Daneben ist Kichwa, mit etwa zwei Millionen Sprechern, eine weit verbreitete Sprache. Kichwa wird vor allem in der Sierra und dem Oriente von Ecuador gesprochen. Kichwa ist ein Dialekt des Quechua, das ursprünglich von den Inkas, nach der Eroberung der Region im 15. Jahrhundert eingeführt wurde. Daneben werden in der nördlichen Costa und im Oriente auch noch einige lokale indigene Sprachen und Dialekte gesprochen. Am verbreitetsten davon ist Shuar, das zum größten Teil von den Einwohneren aus dem südlichen Oriente und Chibchan gesprochen wird.

72,3 % der Bevölkerung sind Anhänger des römisch-katholischen Glaubens. Die katholische Kirche Ecuadors gilt als eine der konservativsten Lateinamerikas. Besonders die Eroberung von Ecuador durch die Spanier brachte den katholischen Glauben nach Ecuador. Der Katholizismus wurde 1863 zur Staatsreligion von Ecuador erklärt. Die Kirche wurde 1904 per Gesetz dem Staat unterstellt. Die Indianer des Oriente bekennen sich weiter zu Naturreligionen. Nur knapp 1 Prozent der Bevölkerung gehört verschiedenen protestantischen Kirchen an.
Ecuador ist der kleinste Andenstaat, von wunderschönen tropischen Sandstränden, den faszinierenden Galapagosinseln, Nebelwälder, Vulkanen hin zu den weißen Berggipfel der Anden bis zum Bilderbuchdschungel bietet Ecuador vor allem dem Naturliebhaber eine unglaubliche Vielfalt an Eindrücken.

Lage

Die Republik Ecuador (spanisch: República del Ecuador, eingedeutscht auch Ekuador) grenzt an Kolumbien und Peru und im Westen an den Pazifik. Die etwa 1.000 km westlich des Festlands gelegenen Galápagos-Inseln gehören ebenfalls zur Republik Ecuador

Gesamtgröße: 283.561 km ²
Land: 276.841 km ²
Wasser: 6720 km ²
Ausdehnung: 2 00 S, 77 30 W

Entfernung:
Quito (Hauptstadt) - Frankfurt am Main: 9819 km

Zeitdifferenz MEZ: - 6 Stunden
Zeitdifferenz MESZ: - 7 Stunden (Sommerzeit)

Regionen

Der auf dem Äquator gelegene Küstenstaat lässt sich in vier völlig unterschiedliche geographische Zonen aufteilen:

Der westliche Küstenbereich (costa) Ecuadors macht etwa 1/3 der Landesfläche aus und bildet eine ca. 1300 km lange und etwa 100 km breite Küstenlinie mit einem vergleichsweise niedrigen Küstengebirge. In dieser fruchtbaren und wirtschaftlich sehr bedeutenden Region nimmt Guayaquil mit seinem einzigartingen Flair im Mündungsdelta des Rio Guayas die Rolle als Wirtschaftshauptstadt Ecuadors ein.
Touristisch weitgehend unbekannt - jedoch voller Reize und Vielfalt - bietet diese Region unvergessliche Eindrücke und Naturerlebnisse. Von den Mangrovenwälder der „grünen Provinz“ Esmeraldas, herrlichen Palmenstränden bis zu den archäologischen Stätten der südlich gelegenen Küstenprovinz Manabi ist die Küste ein lohnendes Ziel eines jeden Ecuadorbesuchers.

Die zentrale Andenregion (sierra) Ecuadors umfasst ein Gebiet von rund 80.000 km² und beheimatet knapp 40% der Ecuadorianer. Die Andenregion Ecuadors wird von zwei Gebirgszügen dominiert: der Cordillera Occidental und der Cordillera Central und beheimatet die höchsten Berge Ecuadors: den Chimborazo (über 6.300 m) und den Cotopaxi mit fast 5.900 m. Eingebettet zwischen diesen Gebirgszügen liet die ecuadorianische Hochebene. Die Hauptstadt Ecuadors – Quito – liegt ebenfalls in dieser Region und gilt als zweithöchst gelegene Hauptstadt der Welt.

Als "el oriente" wird der ecuadorianische Teil des Amazonasdschungels bezeichnet, die feuchttropischen Tieflandregenwälder östlich der Anden. Das Gebiet nimmt ca. 40% der Landesfläche ein, ist jedoch von nur 4% der Bevölkerung besiedelt. Um auf nahezu unberührten Urwald zu treffen, muß man in die tieferen Bereichen des Oriente vordringen, die nur mit dem Flugzeug, Kanu und/oder anstrengenden Fußmärschen zu erreichen sind.

Die Galápagos-Inseln liegen ca. 800-1000 km westlich des Festlandes von Ecuador. Sie sind seit Charles Darwins wissenschaftlicher Reise im letzten Jahrhundert als faszinierende Heimat uralter Tier- und Pflanzenarten bekannt. Seit 1959 unter Naturschutz stehend, wurden die Inseln vulkanischen Ursprungs 1978 von der UNESCO zum Naturdenkmal erklärt. Riesenschildkröten, Echsen und Leguane sind die größten Besucherattraktionen. Die Galapagos-Inseln werden fast ausschließlich im Rahmen einer Kreuzfahrt besichtigt.
Ecuador ist aufgrund seiner gegensätzlichen Topographie eines der variationsreichsten Länder der Erde. Ecuador bietet eine Fülle unterschiedlicher Klimazonen mit unterschiedlichsten Vegetationszonen - von Savannen, Regenwälder bis zu den Halbwüsten der Küstengebieten und den vegetationsarmen, fast lebensfeindlichen Zonen der Andengipfel.

Im nördlichen Bereich der Costa-Esmeraldas im Norden und Manabi begünstigen schwere Regenfälle tropische Wälder mit üppiger Vegetation, Gummibäume, Ceiba (Kapokbaum) und Tagua. Die fruchtbare Ebene des Guayas-Becken wird landwirtschaftlich genutzt und ist reich an Reis, Getreide, Baumwolle, Kakao und Bananenplantagen. Diese Region wird auch instensiv für die Viehzucht genutzt und bildet das landwirtschaftliche Zentrum Ecuadors.

In den tropischen Regenwäldern des Amazonastieflandes, sowie in den hügeligen Randzonen, sorgen heftige Niederschläge für eine üppige Flora und Fauna.

Der flache Regenwald besteht zum Großteil aus nährstoffarmer, fester Erde, sumpfigen pantanos, oder zeitlich überfluteten Laub- u. Palmwäldern. Hunderte Pflanzenarten, wunderschöne Orchideen, Spechte, Tukane und Aras bewohnen die Bäume. Auch unzählige Säugetiere wie Brüllaffen, Wollaffen, Kapuziner- und Spinnenaffen, Faultiere und Hunderte von Fischarten bevölkern dieses einzigartige Gebiet. Man geht von ca. 1.600 Vogelarten aus, etwa die Hälfte aller in Südamerika vorkommenden Arten.

Noch vor 100 Jahren war die gesamte Küstenregion Ecuadors von dichtem Regenwald bedeckt. Heute ist dieser fast völlig durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung verschwunden. In der Provinz Esmeraldas gibt es jedoch noch ursprüngliche, Dschungelgebiete, die einen Eindruck vermitteln, wie es eins an der ganzen Küste Ecuadors ausgesehen hat. In den Provinzen Esmeraldas und Manabí gibt es ebenfalls noch ausgedehnte Mangrovenwälder im Uferbereich.

Auf den Galapagosinseln findet sich ein einzigartige Ökosystem. Bekannt wurden die Galapagosinseln vor allem durch ihre Riesenschildkröten, Seelöwen und ihre Echsen (Land & Wasser)

Im Hochland Ecuadors herrschen hingegen vollkommen andere Bedingungen mit eher karger Vegetation. Die andine Flora hat sich in den letzten 60 Millionen Jahren entwickelt und hat sich optimal an die extremen Temperaturbedingungen angepasst. Extreme Sonneneinstrahlung, eiskalte Nächte und scharfe Winde haben in dieser Region einen besonderen Typus an Fauna und Flora entstehen lassen. Sträucher, Gräser und kleine, knorrige Bäumchen und Moose zeichnen das Bild.
Amtlicher Staatsname: Republik Ecuador
Hauptstadt / Regierungssitz: Quito (1,5 Millionen Einwohner)
Nationalfeiertag: 10. August
Unabhängigkeit: 10. August

Staatsform

Ecuador ist eine präsidial geführte Republik mit einem Mehrparteiensystem. Der Präsident von Ecuador ist Staatsoberhaupt und Regierungschef in Personalunion. Gewählt wird der Präsident, am gleichen Tag wie der 100 Sitze starke Nationalkongress von Ecuador, für jeweils vier Jahre, kann aber nicht direkt wiedergewählt werden. Das System der Politik von Ecuador ist sehr zentralisiert, da der Präsident von Ecuador über die meiste politsche Macht verfügt. Somit konzentriert sich die Macht sehr auf die Hauptstadt Quito. Der Präsident von Ecuador ernennt für jede Provinz und für jeden Kanton einen Gouverneur, der in diesen das politische Oberhaupt bildet. Wichtigste politische Parteien sind die Democracia Popular, der Partido Social Cristiano, der Partido Roldosista Ecuatoriano und die Izquierda Democrática.

Administrative Gliederung

Ecuador ist in 24 Provinzen gegliedert (provincias, singular - provincia); Azuay, Bolivar, Canar, Carchi, Chimborazo, Cotopaxi, El Oro, Esmeraldas, Galapagos, Guayas, Imbabura, Loja, Los Rios, Manabi, Morona-Santiago, Napo, Orellana, Pastaza, Pichincha, Santa Elena, Santo Domingo de los Tsachilas, Sucumbios, Tungurahua, Zamora-Chinchipe


Internationale Politik

Nachdem Ecuadors Bemühungen um eine gemeinsame Verhandlungsposition der CAN-Staaten (Bolivien, Ecuador, Kolumbien und Peru) wegen zu starker Divergenzen zwischen den Partnern gescheitert ist, wird Ecuador parallel mit Kolumbien und Peru über einen Ausbau der Beziehungen zur EU verhandeln. Die EU-Kommission hat ein umfassendes Abkommen angeboten, welches Handels- und Entwicklungsaspekte ebenso umfasst wie einen politischen Dialog zwischen der EU und CAN.
Von großer Wichtigkeit für Ecuador sind die Verhandlungen über den künftigen einheitlichen EU-Zoll für Bananen, der die bisherige EU-Bananenmarktordnung ablöst. Ecuador ist als größter lateinamerikanischer Bananenexporteur in die EU Verhandlungsführer dieser Staaten.

Ecuador ist Mitglied zahlreicher internationaler Organisationen. Neben der UNO und deren Unterorganisationen sind u.a. zu nennen: Organisation Amerikanischer Staaten, die neu gegründete Gemeinschaft Südamerikanischer Staaten (UNASUR), Andengemeinschaft (CAN), Lateinamerikanisches Wirtschaftssystem (SELA), Lateinamerikanische Energie-Organisation (OLADE), Lateinamerikanisches Integrationsbündnis (ALADI) und seit 1990 die Río-Gruppe. Ecuador ist seit 2007 wieder Mitglied der OPEC.
Exporte:
Der Export Ecuador basiert vor allem auf Erdöl. Im Jahre 2006 wurden insgesamt Waren im Wert von 12,7 Mrd. US$ (FOB) exportiert. Davon waren 6,6 Mrd. $ Rohöl, 1,2 Mrd. $ Bananen, 0,7 Mrd. $ Fischereiprodukte, 0,6 Mrd. $ Erdölderivate, 0,6 Mrd. $ Shrimps, 0,6 Mrd. $ Metalle und Maschinen, 0,4 Mrd. $ Schnittblumen, 0,2 Mrd. $ Kakao und 0,1 Mrd. $ Kaffee. Der Erdölsektor macht damit 59% aller Exporte aus. Von den traditionellen Exporten Bananen, Kakao und Kaffee spielen nur noch die ersten eine wichtige Rolle. Nicht-traditionelle Exporte wie Metallwaren, Shrimps und Schnittblumen sind zwar seit den 1980er Jahren stark angewachsen, gegenüber den Erdöleinnahmen jedoch immer noch weitgehend bedeutungslos. Die wichtigsten Märkte sind die USA (54%), Peru (9%), Kolumbien (5%) und Chile (4%).

Importe:
Da Ecuador keine ausreichenden Raffineriekapazitäten besitzt, muss es Erdölderivate wie Benzin und Diesel einführen. Diese machten 2006 rund ein Viertel aller Importe aus. Die wichtigsten Lieferanten sind die USA (25%), Kolumbien (15%), Venezuela (8%) und Brasilien (7%).
Wie jede Großstadt haben natürlich auch die großen Städte Ecuadors eine Menge zu bieten, für jeden Geschmack finden sich Restaurants, Bars und Diskotheken. Vor allem sollte man in das Nachtleben Quitos eintauchen, dass einen durch einen ganz besonderen Flair in seinen Bann zieht. "Mariscal", das Touristen- und Vergnügungsviertel in Quito, ist hierfür besonders gut geeignet.

Besonders empfehlenswert sind:
Cafe Sutra: gemütliches Internet-Café zum Plaudern, Essen und Cocktail-schlürfen (Juan Leon Mera y Calama)
No-Bar: In-Disco mit nationaler und internationaler Musik, gute Cuba Libre (Juan Leon Mera y Calama)
Cafecito: gemütliches Café (Cordero y Reina Victoria)
Seseribó: Salsa-Diskothek (Veintimilla y 12 de Octubre)
Pobre Diablo: urige Kneipe (Isabel la Católica)
Die vielen verschiedenen Vegetations- und Klimazonen in Ecuador bringen eine reichhaltige Auswahl an exotischen Früchten und viele verschiedene Gemüsesorten hervor. Besonders erwähnenswert sind die zahllosen Kartoffelsorten, die in Ecuador geerntet werden. Außerdem gibt es reichlich frische und relativ preiswerte Fische und Meeresfrüchte. Als Fleisch wird fast ausschließlich Rindfleisch und Geflügelfleisch verwendet. Nur in der Sierra findet man auch Schweinefleisch.

Zu den Spezialitäten der ecuadorianischen Küche zählen Shrimps in Zitronensaft mariniert, gegrillte Maiskolben (choclo), Teigtaschen mit vielen verschiedenen pikanten Füllungen sowie das ecuadorianische Nationalgericht churrasco mit Kartoffeln, Reis und Bohnen. Außerdem seco de Pollo, gekochtes Hühnchen mit Kartoffeln und Avodadoscheiben, lomo salteado, gegrillte dünne Scheiben Rindfleisch mit viel Zwiebeln und Tomaten, seco de chivo, Ziegeneintopf mit einem Berg Reis oder tortillas de maiz. Die Speisen werden fast immer mit aji serviert. aji ist eine scharfe Sauce, für die jede Hausfrau und jeder Chefkoch sein eigenes Rezept hat. Aji variiert deshalb in der Schärfe, ist aber immer recht scharf. Außerdem gibt es zahlreiche Suppen, die zu beinahe jedem Essen als erster Gang serviert werden. Zu den typischen Suppen Ecuadors zählen u.a. locro Suppe aus Käse und Kartoffeln, chupe de pescado mit Fisch und Gemüse oder caldo de pata, die aus Stücken von Kuhhufen gekocht wird und die männliche Potenz steigern soll.

Das beliebteste alkoholische Getränk in Ecuador ist Bier. Es gibt sowohl einheimische Biersorten als auch zahlreiche importierte Biere. An zweiter Stelle kommt Rum.

Zu den beliebtesten nichtalkoholischen Getränken zählen Mineralwasser und Fruchtsäfte (jugos), die u.a. aus naranjilla, orange-farbene Beeren aus der Familie der Nachtschattengewächse, Baumtomaten, mora (Brombeeren), Maracuja und Papaya hergestellt werden. Frischgepreßte Säfte (jugos) werden je nach dem mit mehr oder weniger Wasser, bzw. auch mit Milch (batido) angeboten.

Üblicherweise erfreuen sich vegetarische Restaurants in Südamerika keiner großen Beliebtheit, dafür ist die kulinarische Vielfalt dieses Kontinentes einfach zu groß und zu verlockend. Wer jedoch auf vegetarische Kost angewiesen ist, findet in Quito folgende Gaststätten mit vegetarischem Angebot:

Vegetarische Restaurants in Quito

BUFFET LIBRE LAS DELICIAS0
ULLOA N21-50 Y SAN GREGORIO
Ecuador - Pichincha, Quito
Tel.: (593) (2) 2569954

EL MAPLE0
FOCH E-815 Y D.DE ALMAGRO
Ecuador - Pichincha, Quito
Tel.: (593) (2) 2900000

RESTAURANTE VEGETARIANO ZEN WEI0
CUMBAYA, C.C.PLAZA CUMBAYA LOC.30, JUNTO AL BANCO PICHINCHA
Ecuador - Pichincha, Quito
Tel.: (593) (2) 2893685
Die älteste, bekannte Kultur Amerikas (nach heutigem Wissensstand) lebte in der Zeit um 8800 bis 3500 v.Chr.an der Küste Ecuadors. Heute gibt es noch einige ethnische Gruppen in dieser Region wie etwa die Chachis (Gayapas) die Awa und die Tsachilas, die heute im tropischen Regenwald der Westanden leben - vermutlich Folge eines Rückzuges in Folge der Invasion der Inkas im 15. Jahrhundert. Bekannter sind die Otavalo im Gebiet nördlich von Quito.

Das Gebiet Ecuadors war vor der Kolonialisierung zunächst von unabhängigen indigenen Kulturen besiedelt. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts eroberten die Inka das Land, jedoch wurden die Inka bereits Anfang des 16. Jahrhunderts wieder zurückgedrängt bzw. durch die spanischen Invasoren unterworfen.
Während der Kolonialzeit nahm die Real Audiencia de Quito das heutige Gebiet Ecuadors ein. Das Land erkämpfte sich unter Simón Bolívar und Antonio José de Sucre 1821 die Unabhängigkeit von Spanien und gehörte bis 1830 zur Region Gran Colombia. Der weitere geschichtliche Verlauf war durch politische und territoriale Instabilität gekennzeichnet, was zu zahlreichen Putschen und Staatsstreichen bis in die jüngste Vergangenheit führte. Im 19. Jahrhundert kam es immer wieder zu kürzeren Bürgerkriegsepisoden, eine Entwicklung, die nach der Mitte des Jahrhunderts durch die klerikale Diktatur des Gabriel García Moreno für einige Jahre unterbrochen wurde. In der Gegenreaktion gelang es Eloy Alfaro am Ende des Jahrhunderts, eine erste radikalliberale Regierung zu etablieren.
Literatur

Bis weit ins 18. Jahrhundert wurde die Literatur in Ecuador durch einen alles unterdrückenden, rigorosen Katholizismus unterdrückt, ein Umfeld in der sich eine freie und kritische Literatur nicht entwickeln konnte. Erst in den Jahren der Unabhängikeitsbewegung konnte sich die ecuadorianische Literatur vom Joch der katholischen Kirche befreien und eine eigenständige Form annehmen. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich im Umfeld der avantgardistischen "Grupo de Guayaquil" eine einheimische Literatur, die sich populären Themen wie Rassenproblematik, Alltagsproblemen und Erotismus annahm.
Die erste Aufsehen erregende Veröffentlichung dieser Gruppe war der 1930 erschienene Kurzgeschichtenband „Los que se van“ von Demetrio Aguilera Malta (1909-81), Joaquín Gallegos Lara (1911-47) und Enrique Gil Gilbert (1912-73). Bekanntester Vertreter der "Grupo de Guayaqul war der 1941 verstorbene José de la Cuadra.
Über die Landesgrenzen hinaus sind die Werke der überaus talentierten Nachkriegsgeneration wie Jorge Dávila Vásquez (geb. 1947 in Cuenca), Marco Antonio Rodríguez (geb. 1941 in Quito), Carlos Bejar Portilla (geb. 1938 in Ambato), sowie der Guayaquileño Jorge Velasco Mackenzie.

Kino & Film

Unter den Filmschaffenden sind vor allem der Regisseur Camilo Luzuriaga und seine Schauspieler/innen Arístides Vargas und Lissette Cabrera hervorzuheben. Während an seiner tropisch-erotischen, um die Jahrhundertwende in den Küstenwäldern angesiedelten Produktion „La Tigra“, zumindest von der internationalen Kritik kaum ein gutes Haar gelassen wurde, gewann der im kolonialen Quito gedrehte Polit-Streifen „Entre Marx y una mujer desnuda“ gleich mehrere Auszeichnungen. Darunter den Premio Coral 1996 auf dem XVIII. Festival del Cine von La Habana (Cuba), Cuatro Estrellas auf dem Filmfestival von Chicago (USA), eine Nominierung der Academia de las Artes Cinematográficas de España zum besten ausländischen Film (Premio Goya 1997), sowie andere Preise auf den internationalen Filmfestspielen von Mannheim, Kalkutta (Indien) und dem XII. Festival de Cine Latinoamericano in Trieste (Italien).

Musik

Die Musik Ecuadors ist neben den einheimisch traditionellen Stilen auch geprägt durch externe Einflüsse wie Rock, Heavy Metal, Pop, Ska und Elektronische Musik. Häufiger sind jedoch die eher typisch lateinamerikanischen Klänge wie Cumbia, Vallenatos, Bachata und Salsa zu hören. In den letzten 15 Jahren durchlief die ecuadorianische Musik einen bemerkenswerten Wandel und die Experimentierfreude scheint keine Grenzen zu kennen: Latin-Rock, Jazz- und Blueseinflüsse, aber wie bereits erwähnt auch härtere Rythmen vermischen sich zu teils hitverdächtigen Melodien. Für Liebhaber der härteren Gangart sei hier die Heavy-Metal-Band „Sal y Mileto“ erwähnt. In Ecuador gibt es mehrere Hundert überregionale sowie lokale Radiosender. Die Reichweiten sind aufgrund der topographischen Gegebenheiten jedoch oftmals begrenzt. Die Finanzierung läuft ausschließlich über Werbespots, was entsprechende Werbeblöcke zur Folge hat. Zu den beliebtesten Musiksendern gehören Radio Planeta 91.3 FM in der Region Quito, La Rumbera 99.7 FM Quito, und Metro Estación in Guayaquil und Quito mit einer guten Mitschung aus Rock, Funk, Soul usw.
Feiertage bedeuten in Ecuador auch Ferientage. Die interprovinziellen Busse sind dann oft proppenvoll mit Heimkehrern von Familientreffen, die größeren Städte erscheinen wie ausgestorben. Über die Weihnachts- u. Neujahrszeit, sowie in den Karnevalsferien (Feb./März) und in der Osterwoche (April), sind einige Strände an der Pazifikküste aufgrund des Andrangs eher zu meiden - hauptsächlich Atacames, Salinas, Playas, Crucita o. Jambelí. Die Hauptstraßen des Landes sind zu diesen Zeiten mit erhöhter Achtsamkeit zu bewältigen. Es gibt eine riesige Anzahl verschiedenster Fiestas. Viele Feiern sind lokal, das heißt auf einen Ort oder eine Stadt beschränkt, was nicht heißt das hier weniger los wäre, im Gegenteil!

1. Januar : Neujahr (Año nuevo)
6. Januar landesweit Fest der Heiligen Drei Könige mit Folkloretänzen
Februar : Karnevalstage in Ecuador (variierend)
12. Februar: Tag der Entdeckung des Amazonas (Día del Oriente)
1. Mai: Tag der Arbeit (Día del trabajo)
24. Mai: Tag der Schlacht am Pichincha (Batalla de Pichincha)
24. Juni: Otavalo und Guamote: Johannesfest mit Tanz und anderen Vorführungen
24. Juli: Geburtstag von Simón Bolívar (Nacimiento de Bolívar)
3.-5.August: Esmeraldas: Fest der Unabhängigkeit mit Marimbas und Afro-Amerikanischer Folklore
10. August: Unabhängigkeitstag von Quito (Primer grito de Independencia)
2.-5. September: Otavalo: Yamorfest mit vielen Attraktionen, Hahnenkampf, Folklore, Musik und Tanz
8.-9. September: Sangolquí: Tanz und Stierkampf
9. Oktober: Unabhängigkeitstag von Guayaquil (Independencia de Guayaquil)
12. Oktober: Entdeckung Amerikas (Día de la Raza)
1.-6. Dezember: Quito: Fiestas de Quito (viele Attraktionen, Stierkampf, etc.)
2. November: Allerheiligen (Día de los difuntos)
3. November : Cuenca: Stadtfest der Unabhängigkeit mit Musik und Tanz
6. Dezember: Gründungstag Quitos (Fundación de Quito/nur in Quito)
25.Dezember: Weihnachten (Navidad)
28. Dezember: Landesweit Umzüge zum Tag der Narren
31. Dezember: Silvester; landesweit Tanz und Verbrennung von Politikerpuppen