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Kolumbien
Einreisebestimmungen

Deutsche Staatsangehörige benötigen für touristische Aufenthalte in Kolumbien kein Visum. Die Immigrationsbehörde „Migración Colombia“ legt bei Einreise die Aufenthaltsdauer fest, die mit Stempel im Reisepass vermerkt wird. Die maximale Aufenthaltsdauer beträgt 180 Tage. Touristen sollten, unter Vorlage der entsprechenden Flugtickets o.ä., um eine Aufenthaltsgenehmigung bitten, die den eigenen Reiseplänen entspricht. In der Regel kommen die Behörden diesem Wunsch dann auch nach.
Sollte die genehmigte Aufenthaltsdauer überschritten werden, lässt sich eine Verlängerung des Visums bei der Immigrationsbehörde beantragen, deren Büros in der Regel in allen größeren Städten vertreten sind. Es ist ratsam, vor allen bei nächtlichen Einreisen über den Landweg, darauf zu achten, dass man auch wirklich einen Einreisestempel bekommt.

Achtung ist bei der Einreise mit Kindern geboten. Seit dem 26.06.2012 sind Kindereinträge im Reisepass der Eltern nicht mehr erlaubt.

Da sich die Visabestimmungen kurzfristig ändern können, empfehlen wir Ihnen, sich vor Antritt der Reise bei den zuständigen konsularischen Vertretungen nach den aktuellen Bestimmungen zu erkundigen: www.botschaft-kolumbien.de

Akzeptierte Reisedokumente sind Reisepass, vorläufiger Reisepass und Kinderreisepass. Auch noch gültige Kinderausweise (werden seit 2006 nicht mehr ausgestellt) werden akzeptiert. Anzumerken ist, dass Personen, die sowohl die deutsche als auch die kolumbianische Staatsbürgerschaft besitzen, mit ihrem kolumbianischen Pass ein und ausreisen müssen.

Einfuhr- und Ausfuhrbestimmungen

Touristen, die Kolumbien besuchen, sind berechtigt Artikel des täglichen Gebrauchs steuerfrei mit ins Land zu bringen. Sie sind jedoch dazu verpflichtet, diese Güter in der Erklärung beim kolumbianischen Zoll, wenn notwendig, zu berücksichtigen. Zu diesen Gütern kann beispielsweise auch eine Videokamera, ein Laptop oder eine Fotokamera zählen. Geld darf maximal bis zu einer Höhe von 7.000 US-Dollar ohne Zollerklärung eingeführt werden.
Die Ausfuhr von Drogen aus Kolumbien ist natürlich verboten. In der Regel wird das Reisegepäck bei der Ein- und Ausreise auf Drogen hin kontrolliert. Oft trifft man am Flughafen auf Spürhunde der Polizei, die Personen und Gepäck untersuchen. In der Regel bleibt es bei einer Kontrolle des Gepäcks, im Verdachtsfall kann es allerdings auch zu Körperkontrollen kommen. Des Weiteren ist es ratsam, auf die mitgeführten Koffer und Taschen vor der Abreise gut aufzupassen, da es vorkommt, dass ahnungslosen Touristen Drogen zugesteckt werden. Für Schmuck und Edelsteine ist es ratsam, eine Quittung vorweisen zu können. Die Ausfuhr von kolumbianischen Kunstgegenständen ist verboten.
Informieren Sie sich über kolumbianischen Gesetze! Die Ausfuhr von lebenden oder auch toten geschützten Tieren ist streng verboten. Für Haustiere ist gegebenenfalls eine Sondergenehmigung einzuholen.

Airlines & Flughäfen

Internationale Fluglinien, die die Hauptstadt Kolumbiens mit den wichtigsten Städten der Welt verbinden: Avianca, Iberia, American Airlines, Varig, Copa, Continental, Delta, Air Canada, Spirit, Lufthansa, Air France, Aerolineas Argentinas, Aerogal, TAME, TACA, JetBlue Airways, LAN Airlines.
Von Europa aus wird der Flughafen von Madrid (Iberia), Paris (Air France) und Frankfurt (Lufthansa) angeflogen. Der Flughafen „El Dorado“ in Bogota liegt 15km von der Innenstadt entfernt. Mit dem Taxi muss man mit 30 bis 40 min Fahrt zum Zentrum Bogotas rechnen.

Gepäckbestimmungen

Für Informationen zu Freigepäck, Höchstgewicht, Maße etc. informieren Sie sich bitte bei den jeweiligen Fluggesellschaften rechtzeitig vor Abflug. Bitte bedenken Sie, dass scharfe und spitze Gegenstände (z.B. Messer, Schere, Nagelfeile) nicht im Handgepäck mitgeführt werden dürfen. Behälter mit Flüssigkeiten und ähnlichen Produkten wie z.B. Zahncreme dürfen nur bis zu 100 ml fassen (es gilt die aufgedruckte Höchstfüllmenge). Alle einzelnen Behälter und Tuben müssen vollständig in einem transparenten, wiederverschließbaren Plastikbeutel transportiert werden. Das Fassungsvermögen darf 1 Liter nicht überschreiten. Der Plastikbeutel muss bei der Sicherheitskontrolle im Flughafen separat vorgezeigt werden.

Reisepässe sowie Wertgegenstände sollten stets im Handgepäck bewahrt werden. Koffer die aufgegeben werden, sollten robust und strapazierfähig sein. Ihr Gepäck sollte zudem abschließbar sein. Gegen eventuelle Beschädigungen oder Verluste schützen Sie sich am besten mit einer Reisegepäck-Versicherung. Sofern Beschädigungen am Reisegepäck auftreten, informieren Sie bitte umgehend Ihre Reiseleitung und achten Sie darauf, dass eine offizielle Schadensmeldung bei der befördernden Fluggesellschaft oder dem Transportunternehmen unverzüglich vorgenommen wird.

Flughafengebühren & -steuern

Für internationale Flüge fällt eine Ausreisesteuer in Höhe von 26 Euro für Aufenthalte von bis zu 2 Monaten und von 52 Euro für Aufenthalte von mehr als zwei Monaten an. Für nationale Flüge beträgt die Ausreisesteuer 5 Euro. Die Steuer ist bei der Ausreise zu entrichten ist und muss in einer einzigen Währung bezahlt werden muss.
Auf Ihrer Kolumbien-Reisen sollten Sie ihr Geld nicht ausschließlich in Form von Kreditkarten bei sich führen. Es empfiehlt sich daneben auch eine gewisse Menge an Geld in Form von Traveller-Checks in US Dollar Währung oder auch Banknoten mitzunehmen. Wichtig ist, dass es sich dabei ebenfalls um US Dollar handelt, da diese im Gegensatz zum Euro in vielen Einkaufszentren, Hotels und Restaurants als Zahlungsmittel parallel zum kolumbianischen Peso anerkannt werden. In den ländlicheren Regionen ist es in der Regel natürlich nicht möglich in US Dollar zu bezahlen.
Wer vor hat, in die Gebiete Kolumbiens zu reisen, in denen Gefahr besteht an Malaria zu erkranken, der sollte sich unbedingt ein Notfallmedikament wie Malarone® oder Riamet® mitnehmen. Des Weiteren ist es ratsam ein Moskitonetz und gegebenenfalls Insektenschutzmittel mitzunehmen um gegen Mückenstiche vorzubeugen. Andere Medikamente des regelmäßigen Bedarfs sollten in doppelter Menge mitgenommen werden und auf Koffer und Handgepäck aufgeteilt werden. Im Zweifelsfall sollten Sie ihren Arzt darum bitten, dass er Ihnen ein Attest für die Mitnahme des benötigten Medikamentes ausstellt. Weitere empfehlenswerte Bestandteile der Reise-Apotheke sind Sonnenschutzmittel, Verbandsmaterial, Fieberthermometer, Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen, Schmerzmittel, Mittel gegen Magen- und Darmprobleme, Mittel gegen Reisekrankheit.
In Kolumbien ist die Mitnahme von WC-Papier für unterwegs ratsam, da es in Kolumbien und anderen südamerikanischen Ländern in der Regel so ist, dass jeder sein eigenes Papier mitzubringen hat. Dies kann jedoch selbstverständlich vor Ort erworben werden.
Impfungen

Es ist sinnvoll die Standartimpfungen gemäß den Impfkalender des Robert-Koch-Institutes vor Antritt Ihrer Reise zu kontrollieren und, wenn erforderlich, aufzufrischen bzw. zu vervollständigen. Zu diesen Standartimpfungen gehören u.a. Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten. Bei längeren Aufenthalten ist auch eine Impfung gegen Hepatitis A, Hepatitis B sowie Typhus zu empfehlen.
Aktuell kommt es vor, dass die kolumbianischen Behörden bei Einreise in nach einer Masern-Impfung fordern.
Bei der Einreise aus Deutschland wird man in Kolumbien nicht auf Gelbfieberimpfungen kontrolliert, dennoch ist es sehr ratsam sich gegen die Tropenkrankheit impfen zu lassen. In Gebieten mit einer Höhe über 2300m besteht keine Ansteckungsgefahr, genau so wenig wie in städtischen Ballungsorten wie Bogota oder Medellin.
Keine Impfung gibt es gegen die Malaria, für landesweit unter 1600m ein geringes Risiko für eine Infektion besteht. Übertragen wird sie durch die nachtaktive Anopheles-Mücken. Die Krankheit bricht nicht selten erst Wochen oder Monate nach der eigentlichen Infektion aus und verläuft bei unterlassener Behandlung in der Regel tödlich. Da keine Impfung für Malaria auf dem Markt ist, empfiehlt sich, abhängig vom Profil des Reisenden, eine Chemoprophylaxe oder eine Standby-Medikation. Genaueres sollte vor Abreise mit einem Reisemediziner abgesprochen werden.
Eine weitere Tropenkrankheit, für die es bisher weder Impfungen noch Therapien gibt, ist das Dengue-Fieber. Es empfiehlt sich, hier genau wie bei der Malariaprävention, alle Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen zu ergreifen.

Das heißt konkret:
Versuchen Sie lange, den Körper bestmöglich bedenkende Kleidung zu tragen
Verwenden sie ein Insektenspray um Mückenstiche zu Minimieren
Schlafen Sie gegebenenfalls unter Moskitonetzen
Des weiteren besteht das Risiko, sich durch ungeschützte sexuelle Kontakte, Drogenmissbrauch oder auch Bluttransfusionen mit Aids zu infizieren.

Gesundheit

Die medizinische Versorgung in den Großstädten des Landes ist in der Regel auf dem Stadt europäischer Länder, weiter in der Provinz ist dies jedoch aus technisch und hygienischen Gründen nicht immer der Fall. Es ist absolut empfehlenswert vor Antritt Ihrer Reise eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholversicherung für den Ernstfall abzuschließen.
Auch ein Gespräch mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner kann hilfreich sein, um sich vor Abreise über eventuelle Risiken und Präventionsmöglichkeiten zu informieren.
Die kolumbianische Landeswährung ist der „Peso Colombiano“ - kurz "Peso" genannt. Ein Peso sind 100 Centavos. Münzen gibt es in den Unterteilungen 20, 50 und 100, 200, 500 und 1000 "Pesos". Scheine sind in 1.000, 2.000, 5.000, 10.000, 20.000 und 50.000er Unterteilung verfügbar.

In einigen Fällen wird auch der US-Dollar als Zahlungsmittel akzeptiert. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Dollarscheine unversehrt sind, da diese bereits bei kleinsten Rissen nicht mehr angenommen werden.

Sie können Geld in größeren Städten in den zahlreichen Wechselstuben, casas de cambio genannt, umtauschen. Gängige Praxis ist das Aufbringen eines Stempels auf die ausgegebenen Scheine. Zu beachten ist, dass in der Regel nur Banknoten gewechselt werden, wohingegen Münzen nicht oder nur zu einem extrem schlechten Kurs eingetauscht werden können.

In Kolumbien finden sie in allen größeren Städten, vereinzelt auch in den ländlichen Regionen Geldautomaten. In der Regel kann man hier sowohl mit Kreditkarten (Visa, Mastercard) als auch mit Maestro-Karten Geld abheben, allerdings sollten Sie die zum Teil hohen Gebühren, die für das Ziehen von Bargeld anfallen, bedenken.
Bargeldloses Bezahlen per Kreditkarte ist in Kolumbien generell möglich. In der Regel berechnet Ihnen die Bank jedoch eine Gebühr für Fremdwährungseinsatz, der in der Regel bei 1 bis 2% liegt. Des Weiteren ist es möglich, dass das betroffene Geschäft oder Hotel eine Gebühr für die bargeldlose Bezahlung beansprucht. Nicht selten kann es daher der Fall sein, dass es günstiger ist, Geld am Automaten abzuheben und in bar statt mit Kreditkarte zu bezahlen.

Sicherheitshinweis: Gehen Sie nach Möglichkeit nicht alleine zum Geldabheben an einen Geldautomaten. Auch sollten Sie es vermeiden, in menschenleeren Straßen oder nach Einbruch der Dunkelheit Geld zu ziehen. Auf gar keinen Fall sollten Sie sich von fremden Personen vor oder nach dem Geldabheben in ein Gespräch verwickeln lassen. Versuchen sie immer die Tastatur des Geldautomaten bei Eingabe der Pin-Nummer mit der Handfläche abzudecken.

Geldüberweisungen im Notfall: Einige Unternehmen bieten schnelle und relativ preiswerte Dienste an: z.B.: Western Union oder Moneygram, die vor allem in den großen Städten ein gutes Netz an Büros oder Partnerstationen betreiben, in denen Sie, Reisepass vorausgesetzt, Geld senden oder empfangen können.

Kosten & Trinkgelder

Kosten:
Das Preisniveau in Kolumbien ist für Europäer vergleichsweise niedrig. Man kommt bescheiden mit ca. 40 EUR am Tag für Übernachtung, Verpflegung und Transport aus. Lokale Menüs bekommt man überall ab ca. 3 Euro. Touristenmenüs ja nach Ort sind dagegen mit 4-20 Euro vergleichsweise teuer. Einfache Hostales und Hotels kosten im Doppelzimmer 5-10 Euro. Einfache Hotels der Mittelklasse kommen auf etwa 15-35 Euro die Nacht.

Extraausgaben pro Tag (ca.)
Kaffee in einer Bar: 0,5 €
Menü: 2,5 €
Bier in einer Kneipe: 2 € für eine 0,33 cl. Flasche
Essen in einem Mittelklasserestaurant: 4,5 €
Drink in einer Disco oder Pub: 5 €
Zigaretten: 1 €
Erfrischungsgetränk am Automat: 1 €
Kino am Wochenende: 3 €

Natürlich variieren die Preise stark, Metropolen wie Bogota, Medellin und die Städte entlang der Karibikküste gelten als teuer, preiswerter lässt es sich in der Provinz leben.

Eine feste Regel für Trinkgelder existiert nicht. In Restaurants wird in der Regel kein größeres Trinkgeld erwartet, da der Service im Preis inbegriffen ist, aber man freut sich dennoch, wenn der Betrag ein wenig aufgerundet wird. Taxifahrern gibt man grundsätzlich kein Trinkgeld, was von diesen auch nicht erwartet wird.

Einkaufen & Souvenirs

Zum Einkaufen von Souvenirs bieten sich in Kolumbien die Geschäfte von „Artesanias de Colombia“ an. Hierbei handelt es sich um eine Kette, die eng mit dem Ministerium für Handel, Industrie und Tourismus zusammenarbeitet. Im Internet kann man sich unter www.artesaniasdecolombia.com.co einen Überblick über das Unternehmen, seine Mission, Produkte und Ziele verschaffen.
Andere beliebte Souvenirs aus Kolumbien sind Keramiken, Körbe sowie Decken und Ponchos aus Wolle höchster Qualität. In den Vierteln Bogotas findet man zum Teil noch viele traditionelle Handwerker, die verschiedenste Produkte aus Metall und Holz herstellen.
Schmuckliebhabern bietet sich in Kolumbien die Möglichkeit bei den zahlreichen Juwelieren preisgünstig Smaragde und andere Edelsteine mit gutem Preis-Leistungsverhältnis zu erwerben.
Taxi

Im Vergleich zu uns Deutschen benutzten Kolumbianer das Taxi relativ häufig. Das liegt daran, dass die Preise für Taxifahrten in Kolumbien sehr günstig sind und es oft preiswerter ist ein Taxi zu nehmen als mit dem eigenen Auto zu fahren. In Bogota verfügen die Taxis normalerweise über ein Taximeter, dass je nach Länge der Strecke, den Preis berechnet.
Es gibt zwei Möglichkeiten in Kolumbien ein Taxi zu finden. Entweder winkt man am Straßenrand ein vorbeikommendes leeres Taxi heran oder man ruft, ganz formal, bei einem der vielen Taxiunternehmen an und bestellt sich eins. Die zweite Option ist sicherer, aber in der Regel auch etwas teurer und erfordert Spanischkenntnisse. In der Regel erhält man beim Anruf die Kennzeichennummer des bestellten Taxis sowie einen zweistelligen Code mit dem man später vom Taxifahrer als die Person, die das Taxi gerufen hat, identifiziert wird.
Eine kurze Taxifahrt kostet in Kolumbien in der Regel um die $3.000 bis $5.000 Pesos (1 – 2 €), eine längere, die Stadt komplett durchquerende Fahrt, schlägt mit bis zu 25.000 Pesos (10 €) zu Buche. In den ländlichen Regionen und an der Karibikküste ist zu beachten, dass dort der Kilometerzähler im Taxi oft fehlt. Es ist deshalb unbedingt darauf zu achten, dass Sie sich mit dem Fahrer vor der Abfahrt auf einen Preis einigen, um nachher nicht astronomische Summen zahlen zu müssen. Nachts von 20.00 Uhr bis 5.00 Uhr und am Wochenende muss man mit einem Aufschlag von ca. $1500 Pesos rechnen.
Vor allem Frauen sollten es vermeiden, nach Einbruch der Dunkelheit alleine informelle Taxis zu nehmen. Außerdem sollten sie niemals in Taxis steigen, in dem neben dem Fahrer schon eine weitere Person sitzt. Per Telefon gerufene Taxis können sie generell ohne Bedenken nehmen.

Busse

Im ganzen Land wird das Busnetz von privaten Unternehmen betrieben. Auch das in der Hauptstadt Bogota im Jahr 2000 eingerichtete TransMilenio-Bussystem ist in privater Hand, unterliegt jedoch einer starken staatlichen Kontrolle. Die TransMilenio-Busse haben einen eigenen Fahrbahnstreifen und erinnern daher stark an eine Straßenbahn. Im Gegensatz zu vielen anderen Bussen, die in Bogota verkehren, haben die Busse des Transmilenio klar definierte Haltestellen.
Über die neun verschiedenen Routen, die mit den Buchstaben A bis J versehen wurden, lassen sich fast alle wichtigen Punkte der Stadt bequem und relativ schnell erreichen. Eine Fahrt mit dem TransMileanio kostet etwa 2000 Pesos und wird mit einer Plastikkarte bezahlt, die man am Eingang der Haltestellen erwerben und aufladen kann. Montags bis samstags verkehrt der TransMilenio von 5.00 bis 23.00 Uhr, am Sonntag von 6.00 bis 22.00 Uhr.

Mietwagen

Kolumbien besitzt insgesamt etwa 113.000 Kilometer Straßennetz. Asphaltiert ist davon jedoch nur ein kleiner Teil. Der Straßenausbau liegt damit bei 100Metern pro Quadratkilometer, was auch für Lateinamerika unterdurchschnittlich ist. Die bedeutendste Straße im Landesinneren ist die Panamericana, die von Alaska im Norden bis Feuerland im Süden Chiles reicht und sich über den gesamten Kontinent erstreckt. Nur im Grenzgebiet von Kolumbien und Panama, das von dichten Wäldern bedeckt ist, wird die Panamericana noch immer am so genannten Darien-Gap (Darien-Hinderniss) unterbrochen. Hier fehlen noch etwas mehr als 100 Kilometer Straße um die Lücke der Panamericana zu schließen.
Um in Kolumbien einen Mietwagen zu bekommen braucht man neben dem Reisepass auch einen gültigen internationalen Führerschein sowie eine Kreditkarte. Mit dem internationalen Führerschein kann man bis zu 3 Monate nach Einreise in Kolumbien Auto fahren. Die Verkehrsregeln in Kolumbien entsprechen denen, die wir aus Europa kennen, aber sie werden dort weniger respektiert. In den staugeplagten Metropolen wie Bogota, Cali oder Medellin kann es durch die extrem hohe Autodichte schnell zu Verkehrsunfällen kommen. Hier liegt auch ein Problem des Nutzens von Mietwagen: Oft haben die anderen Verkehrsteilnehmer keinerlei Unfallversicherungen und man bleibt gegebenenfalls auf Kosten für Unfälle sitzen, die man nicht selber verschuldet hat.

Des Weiteren besteht in den ländlichen Regionen und vor allem in den Grenzgebieten zu den benachbarten Ländern ein gewisses Risiko den FARC oder anderen Gruppen in die Hände zu fallen. Vor allem nachts sollten Sie es außerhalb der großen Städte vermeiden, alleine die ländlichen und abgelegenen Gegenden im Auto zu durchqueren.

Inlandsflüge

Flugverbindungen gibt es von Bogota zu den meisten wichtigen Städten Kolumbiens, genauer gesagt nach Medellín, Cartagena, Cali, San Andrés Isla, Leticia, Barranquilla, Santa Marta, Bucaramanga, Cúcuta, Villavicencio, Puerto Asís, Quibdó, Armenia, Barrancabermeja, Neiva, Yopal, Ibagué, Montería, Valledupar, Pereira, Arauca, Florencia, Villagarzón, Buenaventura, La Macarena, Mitú, Tame, San Vicente del Caguan, San José del Guaviare, Saravena, Puerto Leguizamó, Puerto Inírida, Puerto Carreño, Ipiales, Pasto und Corozal.
Die Fluggesellschaften, die Flüge innerhalb Kolumbiens anbieten, sind: Avianca, Copa Airlines Colombia, EasyFly, LAN Colombia, Satena und Viva Colombia. Auf der offiziellen Internetseite des Flughafens El Dorado wird geraten, dass sich der Reisende zwei Stunden (bei Inlandsflügen) bzw. drei Stunden (internationale Flüge) vor Abflug am Flughafen einfindet.
Für Inlandsflüge fällt eine Flughafengebühr von 22.500 Pesos (10 €) an. Für internationale Flüge, wie beispielsweise auf dem Heimflug Richtung Europa richtet sich die Gebühr nach der Dauer des Aufenthaltes und liegt zwischen 26 € und 52 €.

Bahn

Medellin hat seit 1995 eine Straßenbahn, Metro de Medellin genannt, welche die wichtigsten Teile der Stadt miteinander verbindet. Im Jahr 2004 wurde ein Seilbahnsystem hinzugefügt, welches die ärmeren Stadtteile mit dem System der Straßenbahn verbindet. In Bogota gibt es bisher keine Straßen- oder U-Bahn. Bis 2016 soll Bogota jedoch eine Straßenbahn ähnlich der Metro de Medellin erhalten.
Das Schienennetz Kolumbiens ist insgesamt mehr als 3000 Kilometer lang, allerdings gibt es nur drei Strecken, die touristisch genutzt werden, alle befinden sich in der Metropolregion Bogota.
Post

Die kolumbianische Postgesellschaft heißt „4-72“ und ist ein privates Unternehmen.
Briefmarken gibt es in den jeweiligen Filialen des Postamtes zu kaufen. Luftpost nach Europa ist bis zu drei Wochen unterwegs, innerhalb Kolumbiens zwischen 4 Tagen und einer Woche.

Hauptsitz Bogota

Adresse: Diagonal 25 G # 95 A 55 Bogotá
Posteitzahl: 110911
Telefon international: (57-1) 4722000
Telefon national: 01 8000 111 210
Öffnungszeiten:montags bis freitags 08.00 – 17.45 Uhr / samstags 08.00 – 12.00 Uhr
Paketausgabe: montags bis freitags 8.00 – 16.30 Uhr
E-Mail: servicioalcliente@4-72.com.co

Telefon

Die größten Netzbetreiber in Kolumbien sind Claro (http://www.claro.com.co), Movistar (http://www.movistar.com.co) und Tigo (http://www.tigo.com.co). Kolumbien besitzt moderne 4G Netze, die den schnellen und mobilen Datenaustausch über Endgeräte wie Smartphones oder Notebooks ermöglichen.
Simkarten sind vergleichsweise günstig. Eine neue Simkarte der Firma Movistar bekommt man umgerechnet beispielsweise schon für weniger als 2 Euro. Mobiles Internet fürs Handy gibt es bereits für umgerechnet weniger als 10 Euro pro Woche. Mit einer Simkarte der Firma Moviestar hat man zum Beispiel die Möglichkeit über ein Menü, das sich bei Eingabe von „*611“ öffnet, zwischen verschiedenen Internettarife zu buchen. Hier kann man dann zwischen verschiedenen Datenvolumen und zwischen verschiedenen Varianten für einen Tag, eine Woche oder auch einen Monat wählen.
Da in vielen kolumbianischen Hotels, Restaurants und Einkaufszentren kostenlose Wifi-Netze verfügbar sind, stellen die für Smartphones, Tablets und den PCs vorhandene Kommunikationsprogramme bzw. Apps wie Skype, Viber oder Whatsapp günstige Alternativen zum herkömmlichen Telefon dar.

Vorwahlnummern

Deutschland:0049-
Schweiz:0041-
Österreich: 0043-

Internet

Internet ist landesweit verfügbar und insbesondere in den größeren Städten gibt es Internetcafes (cabinas de internet) mit z.T. recht gutem Equipment und ordentlicher Verbindungsgeschwindigkeit. Einige Hotels bieten auch den kostenlosen Zugang zum Internet an.
Öffentlich zugängliche Plätzen und Straßen können fotografiert oder gefilmt werden, mit Ausnahme von „sensiblen Einrichtungen“ wie Banken, aber auch Polizeistationen, Polizisten und militärische Einrichtungen, dies ist strengstens untersagt.
Nicht alle Einheimische möchten fotografiert werden, fragen Sie die Menschen, bitten Sie um Erlaubnis und seien Sie respektvoll. Auf das Fotografieren von Kindern ohne Einwilligung der Eltern sollten Sie verzichten. In den Touristenzentren gibt es Fotoshops, in denen man Fotos von Digitalkameras herunter und ins Internet hoch laden oder auf CDs brennen kann. Dies ist auch in vielen Internetcafes möglich.
Vor allem in den ärmeren und potentiell gefährlicheren Gegenden sollten sie es vermeiden Fotos zu schießen. Oft kann es hilfreich seien statt einer großen Spiegelreflexkamera eine kleine, handliche Kompaktkamera mitzunehmen, um nicht zu viel Aufmerksamkeit zu erregen. Spiegelreflexkameras sind in Südamerika noch recht rar und könnten Sie schnell zu einem attraktiven Ziel für Taschendiebe und Überfälle machen.
Die Stromspannung in Kolumbien beträgt in der Regel 110 Volt. Verwendung findet meist der amerikanische Flachstecker. Falls sie den Betrieb von mitgebrachten Elektrogeräten beabsichtigen, empfehlen wir den Kauf entsprechender Adapter vor Abreise in Deutschland. Auch die Anschaffung eines zweiten Akkus für Notebook oder ähnliches ist sinnvoll, da es ab und an zu Stromausfällen kommt.
Im Allgemeinen hat sich die Lage in Kolumbien seit den 90ern Jahren und seit der Zerschlagung der Drogenkartelle (Cali-, Medellinkartell) in Sachen Sicherheit deutlich verbessert. Dennoch gibt es in einigen Landesteilen immer noch bewaffnete Rebellengruppen wie die linksgerichteten FARC oder die rechtsgerichteten Paramilitärs.
Die FARC, die vor allem im ländlichen Gebieten im Süden des Landes aktiv ist, richtet ihre Angriffe zwar fast ausschließlich gegen staatliche Institutionen oder Politiker, aber ein Angriff auf touristische Ziele kann natürlich nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden. Vor allem die Grenzgebiete zu Ecuador, Peru, Venezuela und Panama sollten von Touristen absolut gemieden werden. Das Auswärtige Amt rät ausdrücklich davon ab, die Grenze zu Venezuela auf dem Landweg zu überqueren, da es hier wiederholt zu Ausschreitungen und Grenzschließungen kam.
Die Kriminalitätsraten sind in Kolumbien, wie in vielen anderen südamerikanischen Ländern, deutlich höher als in Europa. Vor allem in den ärmeren Vierteln Bogotas und anderer Touristenzentren besteht ein Risiko auf der Straße überfallen zu werden. Wer jedoch mit gesundem Menschenverstand und Sicherheitsbewusstsein unterwegs ist, kann das Risiko bestohlen, ausgeraubt oder überfallen zu werden deutlich senken. Vom Besuch der ärmeren Stadtteile am Rande der größeren Metropolen wird abgeraten.

Wir empfehlen Ihnen, unnötige Wertgegenstände lieber zu Hause lassen und auch zu auffällige Kleidung zu meiden. Bewegen Sie sich in Gruppen und geben Sie jemandem Bescheid, wenn Sie allein unterwegs sind. In den Hotelzimmern oder auch im Reisebus sollten Bargeld und andere Wertgegenstände nicht offen herum liegen. Wertgegenstände inklusive Pass, Flugticket und Bargeld sollten Sie lieber im Hotelsafe deponieren. Wird der Safe durch das Hotelpersonal betreut, dann erstellen Sie eine Liste und lassen sich diese vom Verantwortlichen quittieren. Tragen Sie wichtige Dokumente wenn nötig in einem Bauchgurt. Bitte achten Sie beim Besuch von Märkten, Kirchen oder Busstationen auf Ihre Wertsachen, da es vor allem bei großen Menschenansammlungen zu Taschendiebstählen kommen kann. Zählen Sie das Wechselgeld und prüfen Sie Scheine und Münzen auf Echtheit. Lassen Sie sich gegebenenfalls anderes Wechselgeld geben.

Bitte vermeiden Sie „nicht-lizenzierte“ Taxen zu benutzen und nachts wenig belebte Straßen. Beim Besuch von Diskotheken oder Bars sollten Sie ihre Getränke nicht unbeaufsichtigt lassen.

Aktuelle Sicherheitsinformationen finden Sie auf der Seite des Auswärtigen Amtes im Internet unter: www.auswaertiges-amt.de
Die Verhaltensregeln in Kolumbien gleichen im wesentlichen denen, die wir aus Europa oder den Vereinigten Staaten kennen. Kolumbianer sind in der Regel offene, freundliche Menschen, die Touristen warmherzig empfangen. Sie sollten es in Kolumbien niemanden übel nehmen, wenn er oder sie Sie von Anfang an duzt. Gesiezt wird hier in Kolumbien fast ausschließlich in der Berufswelt. Lediglich bei deutlich älteren Menschen ist man gut beraten sie mit dem „Usted“ anzusprechen, sollte ihr Gesprächspartner in etwa ihr Alter haben oder sogar jünger sein steht dem „tu“ in der Regel nichts im Weg.
Normalerweise kann man sich mit den Leuten in Kolumbien über alles unterhalten. Besonders mögen es Kolumbianer natürlich, wenn Sie in ihren Konversationen ein bisschen auf das Land an sich eingehen. Welcher Kolumbianer hört nicht gerne zu, wenn Ausländer einen Lobpreis auf die kulturelle und landschaftliche Schönheit ihres Vaterlandes abhalten?
Ein etwas heikleres Thema ist das Guerilla-Problem des Landes. Es ist ratsam dieses Thema zu vermeiden, da man als Ausländer oft dazu neigt von der bösen Guerilla und der guten Regierung zu sprechen. Dieses Schwarz-Weiß-Denken kommt allerdings nicht bei allen Kolumbianern gut an und man sollte es wenn möglich vermeiden auf dieses Problem einzugehen, um unnötige Tritte ins Fettnäpfchen zu vermeiden. Sprechen Sie deshalb lieber über freudige Themen oder über Dinge über die Sie sich gemeinsam mit ihren kolumbianischen Gesprächspartner amüsieren können.
Der Kolumbianer an sich versteht viel Humor und kann in der Regel auch über sich selbst lachen, aber übertreiben sollten Sie es natürlich nie. Ein wenig Fingerspitzengefühl bei kritischen Themen reicht in der Regel aus, um unterhaltsame Gespräche mit Kolumbianern zu führen und neue Freundschaften oder geschäfltiche Kontakte zu knüpfen. In einigen Regionen wie zum Beispiel Medellin oder Cali dürfen Sie sich nicht wundern, wenn Sie des öfteren aus heiterem Himmel auf der Straße oder in Geschäften von Ihnen unbekannten Kolumbianern angesprochen werden. In der Regel handelt es sich hierbei, um friedvolle Menschen, die einfach gerne wissen würden, woher Sie kommen, was Sie von Kolumbien halten etc.
Natürlich ist es ratsam stets wachsam zu seien, aber treten Sie den Kolumbianern nicht generell mit Misstrauen und Ablehnung gegenüber!
In Kolumbien kann man Hotels und Pensionen aller Kategorien und Preisklassen finden. Vom Backpacker Hostel bis zum Luxushotel ist alles vertreten. Hotels in Bogota, Medellin, Cali, an der Küste und generell in größeren Städten Kolumbiens bieten gute bis beste Bedingungen und entsprechen zum Teil durchaus europäischen Standard. Während einfache, spartanisch eingerichtete Backbacker Hostels schon für unter 10 Euro zu bekommen sind, bezahlt man in Luxushotels wie dem Marriot Hotel Bogota, das unweit des Flughafens El Dorado liegt, zum Teil weit über 100 Euro pro Nacht.