Machu Picchu Travel - BG

Brasilien
Einreisebestimmungen

Bürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen ohne vorherige Einholung eines Visums einreisen und benötigen lediglich einen noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass. Entschließt man sich während des Brasilienaufenthaltes zu einer Verlängerung, so kann man vor Ablauf der 90-Tage-Frist bei einer Dienststelle der Bundespolizei (Polícia Federal - Departamento da Polícia Marítima, Aérea e de Fronteiras = DPMAF) eine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung um höchstens weitere 90 Tage beantragen.
Die erlaubte Gesamtaufenthaltsdauer innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten beträgt maximal 180 Tage. Ein Anspruch auf diese maximale Aufenthaltsdauer besteht jedoch nicht. Es liegt im Ermessen der zuständigen Behörden, die Aufenthaltsdauer auf einen kürzeren Zeitraum zu beschränken.

Da sich die Visabestimmungen kurzfristig ändern können, empfehlen wir Ihnen, sich vor Antritt der Reise bei den zuständigen konsularischen Vertretungen nach den aktuellen Bestimmungen zu erkundigen.

Bei der Einreise nach Brasilien erhalten Sie eine Touristenkarte, die von der Migrationsbehörde abgestempelt wird und bei der Ausreise vorgezeigt werden muss. Bei Überschreitung der Aufenthaltsdauer oder bei Verlust droht eine Geldbuße.

Alle Einreisepapiere und insbesondere der Reisepass sollten auf jeden Fall immer mit sich geführt werden. Es ist ratsam, vor Reisebeginn entsprechende Kopien aller wichtigen Dokumente anzufertigen. Sollten die Papiere verloren gehen, ist es anhand der Kopien wesentlich einfacher, Ersatzpapiere zu erhalten. Bei Verlust des Passes suchen Sie bitte die Botschaft auf, dort wird man Ihnen ein Ersatzdokument ausstellen.

Einfuhr- und Ausfuhrbestimmungen

Es besteht ein Einfuhrverbot für Fleisch- und Käseprodukte sowie andere von Tieren stammende Produkte, Obst, Gemüse, Pflanzen und Pflanzenteile, Tierfutter, landwirtschaftliche Produkte (Honig, Wachs, etc.), lebende Insekten und Schnecken, Impfseren, Viren, landwirtschaftliche Vernichtungsmittel etc.
Lebende Tiere, Tierfelle und Reptilienhäute fallen unter das "Washingtoner Artenschutzabkommen" und das Mitnehmen ist verboten. Informationen zur legalen Einfuhr finden sich auf der Webseite www.bfn.de.
Vor jeglichem Drogenkonsum und / oder Drogenhandel wird dringend abgeraten. Drogendelikte werden in Brasilien streng geahndet. Es drohen hohe Haftstrafen, die - oft unter schwer erträglichen Bedingungen - in Brasilien verbüßt werden müssen.

Devisen dürfen unbegrenzt eingeführt werden. Jedoch müssen Beträge, die den Gegenwert von R$ 10.000,00 übersteigen, unabhängig von Währung oder Form (bar, Schecks, … ), bei der Einreise deklariert werden.

Nach den brasilianischen Gesetzen müssen die Reisenden erklären, welche Güter sie einführen möchten. Es ist jedoch nicht nötig, die folgenden Güter zu deklarieren:
Bücher, Broschüren und Zeitschriften
Kleidung, Berufsobjekte und persönliche Artikel der Reisenden
Güter, die man im Ausland gekauft hat bis zu einem Gesamtwert von US $ 500,00 (Reisen mit dem Flugzeug und über das Meer), oder bis $ 300.00 (per Land-, Fluss-, See)
gekaufte Güter in einem Duty-Free-Shop in den zollfreien Mengen
Beschränkungen und Verbote
Drogen
alkoholische Getränke und Tabakwaren bei Minderjährigen
Getränke oder Zigaretten aus brasilianischer Herkunft, die im Ausland erworben wurden
gefälschte Produkte (Piraten)
Produkte tierischen oder pflanzlichen Ursprungs bedürfen einer vorherigen Genehmigung

Airlines & Flughäfen

Nationale Airlines

ABSA
Azul Linhas Aéreas Brasileiras
BRA Transportes Aéreos
Gol Transportes Aéreos
OceanAir
Sindicato Cóndor
TRIP Linhas Aereas
VASP
VARIG (Viação Aérea Rio Grandense)
Webjet Linhas Aéreas
TAM Linhas Aéreas

Die wichtigsten internationalen Flughäfen

Rio de Janeiro Galeao Antonio Carlos Jobim International Airport
Sao Paulo Aeroporto de Sao Paulo Guarulhos
Salvador Aeroporto Deputado Luis Eduardo Magalhaes
Brasilia Aeroporto Presidente Juscelino Kubitschek

Gepäckbestimmungen

Auf Flügen, bei denen das sog. „Piece Concept“ gilt, ist die Mitnahme von 2 Gepäckstücken à 32 kg erlaubt. Bei Flügen mit dem sog. „Weight Concept“ liegt die Freigepäckgrenze in der Economy-Class bei 20 kg pro Person. Sie können zusätzlich ein Handgepäckstück mit an Bord nehmen. Das Handgepäck darf in Addition von Länge x Höhe x Breite die Ausmaße von max. 115 cm und ein Gewicht von max. 5 kg nicht überschreiten.

Unsere Flugabteilung wird Sie bei Buchung über die jeweils geltenden Vorschriften informieren!

Scharfe und spitze Gegenstände (B. Messer, Scheren, Nagelfeilen) dürfen nicht im Handgepäck mitgeführt werden. Behältnisse mit Flüssigkeiten und ähnlichen Produkten wie z.B. Zahncreme dürfen bis zu 100 ml fassen (es gilt die aufgedruckte Höchstfüllmenge). Alle einzelnen Behältnisse müssen vollständig in einem transparenten, wiederverschließbaren Plastikbeutel transportiert werden. Das Fassungsvermögen darf 1 Liter nicht überschreiten. Der Plastikbeutel muss bei der Sicherheitskontrolle im Flughafen separat vorgezeigt werden.
Reisepässe sowie Wertgegenstände sollten stets im Handgepäck bewahrt werden.
Koffer die aufgegeben werden sollten robust und strapazierfähig sein. Ihr Gepäck sollte zudem abschließbar sein. Gegen mögliche Beschädigungen oder Verluste können Sie sich mit einer Reisegepäck-Versicherung schützen. Beschädigungen oder Gepäckverlust sind gleich nach Ankunft der befördernden Fluggesellschaft am „Lost Baggage“ Schalter zu melden.

Flughafengebühren & -steuern

Es können örtliche Steuern erhoben werden. Bei Flügen ins Ausland ist eine Steuer von USD 36,- fällig (vor Ort zu entrichten). Bei Inlandsflügen fallen je nach Flughafen USD 5,- bis 7,- an.
Wir empfehlen die Mitnahme von leicht waschbarer Kleidung, die man einfach kombinieren kann, anstatt zu viel Kleidung zu tragen. Wenn sie nicht auf einer Geschäftsreise sind, packen Sie lässige Kleidung ein, nach dem Stil der meisten Brasilianer.

Bewahren Sie Kopien von allen wichtigen Unterlagen: Sie können Kopien bei einem Freund zu Hause lassen oder behalten Sie die Kopien extra und nicht mit den Originalen zusammen. Sie können auch per E-Mail die Kopien an sich selber schicken. Bei Strandaufenthalten sollten Sie ein Paar Sandalen, einen Badeanzug und eine Kopfbedeckung mitbringen.
Impfungen

Reisende, die aus einem Gelbfiebergebiet kommen (Z.B. einige andere südamerikanische Länder) müssen bei der Einreise nach Brasilien eine gültige Gelbfieberimpfung vorweisen können. Diese Vorschrift gilt nicht für Babys bis zum Alter von 9 Monaten. Teilweise wurde eine Gelbfieberimpfung in der Vergangenheit auch im Hafen von Rio von Kreuzfahrtreisenden verlangt, die zuvor das Amazonasgebiet besucht hatten. Fluggesellschaften kontrollieren den Impfnachweis u. U. bei Weiterreise in ein Gelbfiebergebiet in Nachbarländern oder in Brasilien selbst (z.B. Amazonasgebiet). Kann keine entsprechende Impfung nachgewiesen werden, kann die Einreise unter Umständen untersagt oder eine Geldstrafe erhoben werden.
Ferner empfiehlt das Auswärtige Amt einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A. Bei Langzeitaufenthalt von über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus.

Bedenken Sie bitte, dass sich Impfvorschriften kurzfristig ändern können. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig - 2-3 Monate vor Ihrer Abreise - bei Ihrem Hausarzt, Reisemediziner oder einer tropenmedizinischen Beratungsstelle über die jeweils aktuellen Impfbestimmungen und Besonderheiten des Reiselandes. Lassen Sie in diesem Zusammenhang auch die Wirksamkeit Ihrer Standardimpfungen überprüfen, da ggfs. größere Zeitabstände zwischen den einzelnen Impfungen einzuhalten sind. Weitere Informationen erhalten Sie auch unter: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de/

Weitere Informationen erhalten Sie von den tropenmedizinischen Institute in Ihrem Land:
Deutschland: 10179 Berlin, Engeldamm 62, Tel. 030-2 74 60
Schweiz: 4051 Basel, Socinstraße 57, Tel. 061-2 84 82 55
Österreich: 1090 Wien, Kinderspitalgasse 15, Tel. 0222-40 64 39 20

Tollwut:
Vor allem in den Bundesstaaten Maranhão und Pará wurden wiederholt Tollwut-Infektionen mit tödlichem Ausgang durch den Biss von infizierten Flughunden registriert. Infektionen sind aber im ganzen Land möglich.
Tollwut verläuft ohne Impfschutz und unbehandelt immer tödlich. Um einen zuverlässigen Schutz aufzubauen, sind vor einer Reise drei Einzelimpfungen im Gesamtabstand von drei bis vier Wochen erforderlich. Trotz Impfung sollten Sie sich von wilden Tieren, Hunden etc. fern halten.

Malaria:
Die Übertragung erfolgt durch den Stich der insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit aktiven Anopheles-Mücken. Bei nicht erfolgender Behandlung kann insbesondere die Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern tödlich verlaufen. Die Erkrankung kann auch noch einige Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Falls in diesem Zeitraum Fieber auftritt, sollte der behandelnde Arzt unbedingt auf den vorherigen Aufenthalt in einem Malariagebiet hingewiesen werden.

Ein hohes Risiko besteht unterhalb von 900 m Höhenlage. Insbesondere in den Gebieten Acre, Amapá, Rondônia, Roraima, Amazonas, Maranhão, Mato Grosso, Pará und Tocantins (nördliche und zentrale Araguaia-Region). Ein mittleres Risiko besteht in den übrigen ländlichen Gebieten einschließlich der Außenbezirke größerer Städte der oben genannten Regionen. Eher gering ist das Malariarisiko in den großen Städten, insbesondere jenen an der Ostküste. Hinsichtlich einer Malariaprophylaxe oder Notfallmedikation informieren Sie sich bitte vor Reisebeginn bei Ihrem Hausarzt, wegen der zum Teil starken Nebenwirkungen.
Aufgrund der Infektionsrisiken durch Stechmücken (nicht nur Malaria, sondern auch Denguefieber) wird allen Reisenden empfohlen, körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, langes Hemd) und vor allem in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel aufzutragen; ggfs. ist auch ein Moskitonetz anzuraten.

Diese Zusammenfassung ist als Beratungsangebot zu verstehen. Wir können an dieser Stelle weder alle medizinischen Aspekte abdecken oder gar immer völlig aktuell sein.

Gesundheit

Beim Aufenthalt in größeren und mittleren Städten Brasiliens ist die medizinische Versorgung mit der in Europa zu vergleichen. In ländlichen Regionen ist sie jedoch vielfach sowohl von der technisch-apparativen Ausstattung als auch den hygienischen Gegebenheiten als problematisch einzustufen. Deutsch- oder englischsprachige Ärzte können in allen größeren Städten konsultiert werden.

Wasser sollte vor der Benutzung zum Trinken und Zähneputzen entweder abgekocht oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgefüllten Wasserflaschen ist darauf zu achten, dass die Original-Verpackung nicht geöffnet ist. Milch ist teilweise nicht pasteurisiert und sollte vorsichtshalber abgekocht werden. Baby- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrichten. Fleisch- und Fischgerichte sollten nur gut gekocht bzw. gebraten gegessen werden. Der Verzehr von Salat sollte vermieden werden, sofern nicht sicher gestellt ist, dass zum Waschen gefiltertes Wasser verwendet wurde. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält bzw. ebenfalls mit gefiltertem Wasser gesäubert werden.
1 Real = 100 Centavos. Währungskürzel: BRL (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10, 5, 2 und 1 BRL; Münzen in den Nennbeträgen 1 BRL und 50, 25, 10, 5 und 1 Centavos.
In Brasilien wird eher mit der Kreditkarte als mit Bargeld gezahlt. In nahezu allen Geschäften und Restaurants kann man deswegen mit Visa oder Mastercard bezahlen. Der Umtausch von Bargeld gestaltet sich mitunter als recht schwierig. Den besten Kurs hierfür erhält man derzeit in den Wechselstuben. Am unkompliziertesten kann man zwar in Hotels umtauschen, doch ist dort der Wechselkurs meist ungünstiger. In kleineren Orten werden in der Regel nur Reales in bar akzeptiert.

Reiseschecks
Reiseschecks können in großen Banken und Wechselstuben umgetauscht werden. In Banken bekommt man oft einen besseren Kurs. Umtausch in Banken ist meist langwierig, umständlich und teuer (Banco do Brasil verlangt allerdings für jeden Tausch von Reiseschecks 20 US$ Kommission). Für Bargeld erhält man meistens 1 oder 2% mehr als für Reiseschecks.

Geldautomaten
In größeren Städten ist es leichter, Bargeld von Geldautomaten zu bekommen,da sie weit verbreitet sind. Geldautomaten gibt es auch in einigen kleineren Ortschaften, jedoch werden hier meist nur brasilianische Kreditkarten akzeptiert. Empfehlenswert sind die Automaten von HSCBC, Banco de Brasil, Bradesco und Banci0 24 Horas haben. Auf die Cirrus-, Visa- und sonstige Aufschriften achten.
Verwenden Sie vorzugsweise Geldautomaten in Banken und Einkaufszentren. Beachten Sie dabei, dass einigen Geldautomaten nur von 6:00 bis 22:00 Uhr zu Verfügung stehen.

Öffnungszeiten in Brasilien

Banken: Mo bis Fr 10-16.30 Uhr;
Geschäfte: Mo bis Fr 9-19 Uhr, Sa 9-13 Uhr
Shopping-Center: Mo bis Sa 8-22 Uhr, So 13-18 Uhr;
Post: Mo bis Fr 8-18 Uhr, Sa 8-12 Uhr.

Bei Auslandsüberweisungen empfehlen wir Services wie z.B. Western Union.

Kosten & Trinkgelder

Kosten:

Im Norden und in ländlichen Gebieten ist das Preisniveau günstig und man kann schon ab 6-10 Dollar übernachten und auch sehr preiswert essen. In den Städten ist dies kaum möglich, insbesondere Rio und Sao Paulo sind sehr teuer.

Brasilien bietet die ganze Bandbreite: Sao Paulo, Rio und Teile des Südens sind nicht viel billiger als jede andere Großstadt auch. Der Norden und Nordosten sind recht erschwinglich. Mit 1.000,- € pro Monat kann man schon ganz gut klar kommen.

Viele brasilianische Supermarktketten veröffentlichen auf ihren Internetseiten Sonderangebote und Preise, sodass Sie sich orientieren können. Für einen Kaffee zahlt man zwischen R $ 1,60 bis R $ 3,50. Eine Flasche Mineralwasser (500ml) ist bereist ab R $ 0,80 zu haben, in Restaurants jedoch kaum unter 1.50 R $. Eine Dose Coca Cola im Supermarkt ist ab 1,00 R $ zu haben. Eine Pizza kostet zwischen 12 und 30 R $. Diese Preise sind natürlich Durchschnittspreise und sollen Ihnen lediglich einen Anhaltspunkt bieten.

Trinkgeld
In der Regel berechnen Restaurants und Bars eine zehnprozentige Servicegebühr. Bei guter Bedienung empfiehlt es sich, etwas mehr zu geben. Sofern keine Serviceberechnung erfolgt, gilt als Faustregel ein Trinkgeld von 10 bis 15%.

Einkaufen & Souvenirs

Das in Europa eher unübliche Feilschen gehört insbesondere auf Märkten und Souvenirshops durchaus zum Geschäft. Respekt und faire Preise für beide Seiten dürfen jedoch nicht außer Acht gelassen werden. Beim Einkauf von Souvenirs und Geschenken muss man besonders aufpassen, denn viele Tier- und Pflanzenarten sind durch nationale Rechtsvorschriften geschützt. Die Ausfuhr und Einfuhr von lebenden Exemplaren oder Erzeugnissen solcher Arten ist strengstens verboten. Verstöße werden auch oft mit Haftstrafen belegt.

Schmuckstücke und Edelsteine, u.a. die riesigen Amethystdrusen sowie Turmaline und Aquamarine sind ein beliebtes Mitbringsel aus Brasilien. Daneben gibt es einige typisch brasilianische Motive, die sich in vielen Kunsthandwerksprodukten wiederfinden. So z.B. die figa, eine Hand mit gestrecktem Daumen, ein altes afrikanisches Fruchtbarkeits- und Glückssymbol, die penca, ein Kettenanhänger und Relikt aus der Sklavenzeit und der saci, ein kleiner Kobold und Glücksbringer.
Taxis

Taxis sind zumindest in den größeren Städten auf den Straßen leicht zu finden – sie können jedoch auch über die Rufzentrale angefordert werden. In Brasilien ist es nicht Usus, Taxifahrern Trinkgeld zu geben. Runden Sie einfach den zu zahlenden Betrag etwas auf. In den meisten Städten haben Taxis rote Nummernschilder zur Identifizierung. Obwohl die Preise in Brasilien wegen der starken wirtschaftlichen Entwicklung des Landes generell anziehen, sind die Taxitarife im Vergleich zu den deutschsprachigen Ländern noch als recht günstig einzustufen; klimatisierte Taxis sind etwas teurer. In den Großstädten haben Taxis Taxameter. Im Allgemeinen gilt der Tarif 1 (normal) von 6:00 bis 22:00 Uhr und Tarif 2 außerhalb der vorgenannten Zeiten. Falls das Taxi über keinen Taxameter verfügt, ist es notwendig, den Preis vor dem Einsteigen auszuhandeln.

Bus / U-Bahn

Die Städte São Paulo und Rio de Janeiro verfügen über U-Bahn und S-Bahn. Trolleys sind in letzter Zeit ebenfalls eingeführt worden. Busse sind das Hauptverkehrsmittel auch innerhalb der Städte. Das Bussystem ist sehr gut ausgebaut, so hat Rio de Janeiro mehr als sechstausend Busse und über 270 Linien Der Busbahnhof in Rio de Janeiro (Novo Rio Road Building) ist an der Avenida Francisco Bicalho in Sao Cristovao, 20 Minuten nördlich der Innenstadt. Der Busbahnhof in Salvador ist 5 km vom Stadtzentrum entfernt. Außer im Amazonas-Becken, ist der Bus das beliebteste und wichtigste Verkehrsmittel, das in der Regel recht preiswert und von hoher Qualität ist. Die wichtigsten Städte sind durch Buslinien verbunden, vor allem zwischen Rio und São Paulo fahren Busse in den Stoßzeiten alle 15 Minuten.

Mietwagen

Das Fernstraßennetz Brasiliens ist mit etwa 2 Millionen km das zweitlängste der Welt, davon sind 200.000 km gepflastert. Der brasilianische Name für Fernstraße ist Rodovia.

Die großen Autovermietungs-Firmen haben Niederlassungen in den großen Metropolen Brasiliens, jedoch ist das Mieten eines PKW eine aufwändige, bürokratische und zudem recht teure Angelegenheit. Ein internationaler Führerschein ist erforderlich.

Inlandsflüge

Wegen der sehr großen Entfernungen werden auch Flugreisen innerhalb Brasiliens immer wichtiger. Die Kosten für die meisten Brasilianer sind zu hoch, deshalb nehmen sie lieber den Bus. Der größte Flughafen des Landes ist Aeroporto Guarulhos bei São Paulo mit fast 13 Millionen Passagieren im Jahr.

Die wichtigsten nationalen Flughäfen sind:

Aeropuerto de Sao Paulo Congonhas
Aeropuerto de Rio De Janeiro Santos Dumont
Aeropuerto de Salvador
Aeropuerto de Curitiba
Aeropuerto de Porto Alegre
Aeropuerto de Recife
Aeropuerto de Belem

Nationale brasilianische Airlines:
AZUL Linhas Aéreas, Gol Transportes Aéreos, OceanAir, Pantanal, TAM Airlines (TAM Linhas Aéreas), Varig, Total Linhas Aéreas, Air Minas, Webjet

Bahn

Für die Bahn-Enthusiasten gibt es einige schöne Zugstrecken wie z.B von Curitiba nach Paranagua oder von Sao Paulo nach Santos. Ansonsten gibt es in Brasilien nur wenige Strecken für den Personenverkehr. Es gibt eine Zugverbindung tagsüber und abends (mit Schlafwagen und Restaurant) zwischen Sao Paulo und Rio de Janeiro. Kinder unter 3 Jahren zahlen nicht für ein Ticket, Kinder zwischen 3 und 9 Jahren zahlen nur die Hälfte. Aufgrund des Wetters und der Entfernungen in Brasilien können einige der Ausflüge übermäßig lang und aufwändig sein.

Schiff

Fluss- und Fährschiffe sind mangels Straßen die gebräuchlichsten Verkehrsmittel im Amazonasgebiet, sowohl für den Personen- als auch den Gütertransport. Es gibt zunehmend bessere Schiffsverbindungen auf den Flüssen des Landes, insbesondere auf dem Amazonas und seinen wichtigen Zuflüssen.
Post

Briefe per Luftpost brauchen in etwa eine Woche nach Europa, bzw. Deutschland. Das Porto liegt umgerechnet bei circa 0,50 EUR. Postämter (correios), gibt es in allen größeren Städten, vor allem in den Tourismusgebieten; hier kann man auch Briefmarken kaufen. Briefe sollte man grundsätzlich dort abgeben und nicht in Briefkästen einwerfen. Bereits frankierte Briefe und Postkarten kann man oft auch an der Hotelrezeption abgeben.

Telefon

Mit Telefonkarten kann man von den meisten Telefonzellen, zumindest in den Städten, recht preisweert nach Europa telefonieren. Telefonkarten zum Wert von 30, 50 oder 90 Reais können an den barracas – den typischen Zeitungskiosken, den Telefonämtern der Telemar und bei Straßenhändlern erworben werden.

Vorwahlnummern
(International) Brasilien 0055
Belém 00 55 91
Belo Horizonte 00 55 31
Brasília 00 55 61
Campinas 00 55 54
Curitiba 00 55 41
Fortaleza 00 55 85
Goiânia 00 55 62
Guarulhos 00 55 11
Manaus 00 55 92
Nova Iguaçu 00 55 21
Nova Prata do Iguaçu 00 55 46
Porto Alegre 00 55 51
Recife 00 55 81
Rio de Janeiro 00 55 21
Salvador 00 55 71
Santos 00 55 13
São Gonçalo (Paraiba) 00 55 83
São Gonçalo (Rio) 00 55 21
São Luis 00 55 98
São Paulo 00 55 11

Internet

Internetcafés findet man mittlerweile in fast allen Städten. Einige Hotels bieten ihren Gästen Internetanschlüsse. Häufig gibt es auch auf Flughäfen und in Postämtern Zugang zum Netz. Die Preise variieren je nach Ort für eine Stunde Nutzung zwischen R $ 2 und R $ 10.
Schützen Sie Ihre Fotoausrüstung und andere empfindliche Geräte vor der in Brasilien sehr hohen Luftfeuchtigkeit. Verschließbare Plastiktüten sind diesbezüglich recht nützlich. Wenn Sie die Christus-Statue besuchen möchten, ist es wegen der guten Lichtbedingungen ratsam, morgens dorthin zu fahren. Mitlitärische Objekte und Polizeistationen dürfen auf keinen Fall fotografiert werden. Banken und andere "sensible", öffentliche Einrichtungen sollten ebenfalls nicht fotografiert werden. Möchte Sie Menschen fotografieren, ist Feingefühl und Respekt angebracht. Sprechen Sie bitte vorher mit der Person oder Personen, die Sie fotografieren möchten und erklären Sie ihr Vorhaben - und geben eventuell auch ein kleines Trinkgeld. Ferner empfehlen wir die Mitnahme von Filmen oder Speicherkarten für Ihre Digitalkamera (auch Batterien) aus Ihrem jeweiligen Heimatland.
Es empfiehlt sich auf jeden Fall, vor Reisebeginn entsprechende Adapter zu kaufen. In Salvador (Bahia) und Manaus beträgt die Spannung 127 V / 60 Hz. In Brasília und Recife jedoch 220 V, 60 Hz; Rio de Janeiro und São Paulo 110/220 V, 60 Hz. Zweipolige Stecker.
Raub und andere Gewalttaten sind in Brasilien leider nirgends absolut auszuschließen. Besonders Großstädte wie Belém, Recife, Salvador, Rio de Janeiro und São Paulo zeigen hohe Kriminalitätsraten (Eigentumsdelikte, Gewaltverbrechen, Entführungen). Besonders betroffen sind Elendsviertel (favelas). Wir raten dringend vom Besuch solcher Gegenden ab, da diese Gebiete teilweise von Kriminellen kontrolliert werden und die Polizei keine Präsenz zeigt.

Eine Häufung ist weiterhin vor allem in leeren Straßen der Innenstädte, an Stränden sowie auf Zubringerautobahnen zum Flughafen zu verzeichnen. Taxis sollten nur per Bestellservice in Anspruch genommen werden. In größeren Flughäfen können Taxis auch schon im Flughafengebäude gebucht und bezahlt werden. Bei der Reise sollten Ausweise und Dokumente nicht im Gepäck aufbewahrt werden. Am Zielort ist es empfehlenswert, Originale der Ausweispapiere im Safe des Hotels zu lassen und nur Kopien mit sich zu führen. Laptops sollten diskret aufbewahrt werden.

Auf auffällige Kleidung und Wertgegenstände (Uhren, Schmuck), die Sie schon von weitem als „Gringo“ sichtbar machen, sollten Sie beim Straßenbummel im eigenen Interesse verzichten. Sollte es trotz solcher Vorsichtsmaßnahmen zu einem Raub oder Überfall kommen, so sollte kein Widerstand geleistet werden! Kriminelle, die häufig auch unter Drogeneinfluss stehen, sind zumeist bewaffnet und können ggfs. schon bei geringem Anlass Gewalt anwenden. Deswegen ist anzuraten, stets einen kleinen Geldbetrag (in Reais oder US $) mitzuführen, den Sie im Falle des Falles widerstandslos herausgeben sollten.

Vor Straftaten im Zusammenhang mit Prostitution (Diebstahl, Raub, etc.) ist besonders zu warnen. So sollten Barbesucher stets auf ihre Getränke achten – eine beliebte Vorgehensweise krimineller Banden ist die unbemerkte Beimischung von Schlafmitteln oder Drogen, und die spätere Ausraubung des ahnungs- und wehrlosen Opfers.
Auch in Brasilien schaut man durchaus auf angemessene Kleidung. Wenn Sie nicht gerade am Strand sind tragen Einheimische bei formellen Anlässen oder in guten Restaurants Hemd und lange Hose. Vermeiden Sie bei solchen Anlässen ein allzu legeres Auftreten, also keine Bermuda-Shorts, Sandalen, Wanderschuhe oder T-Shirt. Letzteres ist bei informellen Anlässen natürlich kein Problem. All zu lockere und „touristische“ Kleidung – vor allem in den großen Städten – kann auch als Mangel an Respekt gedeutet werden; außerdem sind Sie viel schneller als lohnende Beute (Tourist) identifizierbar.

Beobachten Sie Ihre unmittelbare Umgebung und scheuen Sie keine Blickkontakte. Direkter Blickkontakt ist keineswegs unhöflich. Außerdem können Sie so weniger Opfer von Taschendieben werden; diese mögen es absolut nicht, wenn sie von ihrem potentiellen Opfer vorher wahrgenommen werden.

Selbst bei einem feuchtfröhlichen Abend sollten Sie darauf achten, nicht betrunken zu werden. Selten sieht man Brasilianer betrunken, die Menschen würden so jeglichen Respekt vor Ihnen verlieren, mit zum Teil unangenehmen Konsequenzen.

In ausgesprochenen Billigunterkünften können Sie nicht erwarten, dass man den Umgang mit Ausländern gewohnt ist. Wenn Sie die Gepflogenheiten und Eigenarten nicht kennen, kann man durchaus mit Unverständnis konfrontiert werden. Außerdem könnte es sein, dass nicht immer Ihre Sicherheit gewährleistet ist.

Respekt ist immer angebracht, auch wenn Sie von Bettlern „angehauen“ werden. Ein einfaches, deutliches aber nicht unfreundliches „não“ reicht, oder Sie ignorieren die betreffende Person einfach. Geben Sie kein Geld, keinen Blickkontakt und lassen Sie sich auf kein Gespräch ein, wenn Sie nicht belästigt werden wollen.

Noch ein Tipp zum Thema Verkehr bzw. zum Überqueren von Straßen. Wie oft in Südamerika der Fall, ist es absolut ratsam vor dem Überqueren nach links und rechts zu schauen, egal ob Fußgängerüberweg oder Ampel. In Brasilien nimmt man wenig Rücksicht auf Fußgänger.

Nach dem Mittag- bzw. Abendessen, geht es evtl. noch in einen Club oder Sie erhalten eine Einladung fürs Wochenende. Informelle Treffen sind in Brasilien zwanglos. Wenn Sie um 17:00 Uhr eingeladen sind, sollten Sie keinesfalls vor 17:30 bei Ihren Gastgebern erscheinen, besser ist sogar, erst eine Stunde später aufzutauchen.

Der Satz: "Wir müssen unbedingt am Wochenende etwas unternehmen" ist Teil einer höflichen, freundlichen Kommunikation. Die Verabredung kann aus den unterschiedlichsten Gründen dann doch nicht zustande kommen, was sie auf keinen Fall persönlich nehmen dürfen. Im Zweifelsfall fragen Sie rechtzeitig vorher noch einmal nach.
Der Standard der Hotels und Pousadas ist regional recht unterschiedlich. Die besten Hotels finden sich in den Metropolen von Brasilien, speziell in den touristisch besonders interessanten Städten. Die Sterne-Einteilung entspricht nicht dem europäischen Standard. Drei Sterne sind normaler „Standard“. In fast allen touristischen Destinationen werden derzeit viele neue Hotels und Pensionen gebaut, ganz besonders im Amazonasgebiet. Hier finden sich sowohl Dschungel-Lodges unterschiedlichen Komforts als auch teuere Ökohotels.

Preiswerte Unterkünfte gibt es in allen bewohnten Regionen, wirklich gute Hotels aber nur in größeren Städten und in der Nähe touristisch relevanter Sehenswürdigkeiten wie z.B. den Wasserfällen von Iguacu. Meistens von recht guter Qualität sind die für Brasilien typischen "Pousadas", die in der Regel familienbetriebenen Pensionen auf dem Lande. Hier bekommt man leicht Kontakt zu Land und Leuten. Noch preiswertere Alternativen zu den bereits recht günstigen Pousadas sind die mehr als 100 Jugendherbergen und etwa halb so vielen Campingplätze des Landes.

Unterkünfte sind ab 15-60 R$ zu haben, vor allem auf dem Land und abseits der großen Städte ist es relativ preiswert. Hotels der mittleren Kategorie, insbesondere in den Städten sind selten unter 60 R$ zu bekommen. Im Schnitt müssen Sie mit 60-200 R$ rechnen. Luxushotels sind ab durchschnittlich 500 R$ zu haben.